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Jazz-Brunch im GHW

Bläserklassen beweisen ihr Können

20.11.2011 | 15:20 Uhr
Bläserklassen beweisen ihr Können

Barkenberg. Vor vier Jahren bei der Premiere von „Swing, Brunch, More“ machten rund 20 Gesamtschüler mit, am gestrigen Sonntag bei der fünften Ausgabe waren es rund 120 aus der ganzen Sekundarstufe I. Alle Bläserklassen der Wulfener Gesamtschule präsentierten sich zu Beginn „in einem konzertanten Teil“ mit jeweils drei Stücken, die zweite Halbzeit gestaltete die Borkener Big Band „bb46“.

Die Idee zu dieser Kombination entstand so: „Die Kinder sollten hören, wie es richtig geht“, sagte Musiklehrerin Stefanie Gruber-Hemmelmann, die das Proramm abwechselnd mit Thomas Klemme moderierte. Sie sollten den Profis lauschen, aber zugleich Gelegenheit bekommen, ihr Können zu präsentieren. Völlig zu Recht versprach Klemme eingangs ein „ganz motivierendes Konzertereignis“. Das im doppelten Sinn: Jüngere Schüler sollen zum Mitmachen in den Bläserklassen angeregt und die aktiven Musiker zum weiteren Lernen angespornt werden. Der Applaus nach den einzelnen Stücken leistete dazu einen wichtigen Beitrag. „Es ist jedes Jahr mehr geworden“, freute sich Gruber-Hemelmann über die wachsende Teilnahme der Kinder und Jugendlichen. Genügte bei der Premiere noch das schuleigene Forum, um das Publikum zu fassen, wurde es im Gemeinschaftshaus (Ausweichort wegen der Sanierung) schon ziemlich eng.

Mit dem Choral „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach starteten alle jungen Interpreten der Gesamtschule musikalisch angemessen in den gestrigen Totensonntag. Dann wechselten sich sechs Gruppen der einzelnen Jahrgänge ab. Bei „Wade in The Water“ bewies zudem die Rhythmusgruppe ihre Qualitäten, bevor sich das Publikum beim Brunch stärkte.

Bei den Instrumenten geht die Schule diesen Weg: Fünft- und Sechtsklässler spielen auf Leihexemplaren, damit die Eltern auf einen Kauf hinsparen können. Denn ab Klasse 7 musizieren die Schüler mit ihren eigenen Instrumenten.

Die Profis von bb46 schöpften dann aus dem Vollen: Benny Goodman mit „Stomping at The Savoy“ hatten sie ebenso im Repertoire wie Cole Porter mit dem Evergreen „I’ve Got You Under My Skin“ oder Glenn Miller mit dem ebenso unverwüstlichen wie eleganten „In The Mood“.

Der ungewöhnliche Name der großen Formation erklärt sich übrigens so: 2003 fanden sich 20 junge Musiker aus dem Postleitzahlengebiet 46 zusammen, um den Swing nach Borken und ins gesamte Münsterland zu bringen. Wie gut ihnen das gelingt, bewiesen sie jetzt auch im westfälischen Barkenberg.

Andreas Rentel

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