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Betreuung nach Brustkrebs

01.06.2011 | 17:18 Uhr
Betreuung nach Brustkrebs
Krebserkrankung und Sport am St. Elisabeth Krankenhaus: Dr. Peter Tönnies Foto: Franz Meinert

Dorsten.Das St. Elisabeth-Krankenhaus will mit seinem Brustzentrum die Versorgung der Patientinnen intensivieren. Die ganzheitliche Betreuung soll sich dabei zu einem wichtigen Schwerpunkt entwickeln.

Gezielte Sportangebote für Betroffene und sind dabei ein Baustein. Zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Organisationen hat Dr. Peter Tönnies, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kontakte zur Internationalen Senologie Initiative – ISI e.V. in Düsseldorf aufgenommen. Der Aufbau eines Dorstener Ablegers, in dem sich Patientinnen engagieren, ist in Vorbereitung. „Das ist aber keine Konkurrenz für die Selbsthilfegruppe, die es schon seit zwei Jahren im Haus gibt“, betont Dr. Tönnies.

„Eine Mischung aus Wissenschaft und Wohlbefinden“, ist die inhaltliche Vorstellung von Conny Neumann und Inge Hahn, die beim Aufbau helfen wollen. Zu einer Vortragsreihe (s. Info-Kasten) sollen Referenten geladen werden, die sich etwa zu juristischen und sozialrechtlichen Fragen äußern können.“ Es gebe da eine Vielzahl von Fragen, die auch nach Operation und Chemotherapie für die Betroffenen bleiben, so Dr. Tönnies: „Was ist etwa, wenn Krankenkassen für neue Verfahren zum Schutz vor Knochen-Metastasen nicht bezahlen wollen? Darauf Antworten zu geben, sehe ich als Auftrag des Krankenhauses.“

Antworten auf die Fragen nach sportlicher Betätigung während und nach der Krebs-Therapie gibt Susanne Sapinski. „Ein wichtiger Aspekt“, sagt die Leiterin der Physiomed-Abteilung im Krankenhaus. „Lange hat man abgewartet, doch mittlerweile ist eine gezielte sportliche Betätigung auch während der Chemotherapie kein Problem.“ Zudem bestätigten wissenschaftliche Untersuchungen die positiven Effekte.

„Wir legen Listen aus, in denen sich die Frauen eintragen können“, kündigt Sapinski an. Alle Patientinnen der vergangenen Jahre wurden angeschrieben. Stattfinden sollen die Kurse im Krankenhaus. „Besser so, weil da ständig ein Physiotherapeut bereit steht“, sagt Susanne Sapinski.

Martin Ahlers

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