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Bergfest in Hervest

Bergfest macht Hervest munter

19.06.2011 | 17:02 Uhr
Bergfest macht Hervest munter
Am Wochenende fand in Dorsten Hervest das diesjährige Bergfest mit einem buntem Programm auf dem Glückaufplatz und Am Harsewinkel statt. Foto: André Elschenbroich / WAZ FotoPool

Hervest-Dorsten.Auch wenn nur noch Spuren der Zeche Fürst Leopold zu sehen sind: Das Hervester Bergfest ist ein buntes, fröhliches Lebenszeichen des Ortsteils, den der Niedergang des Dorstener Bergbaus besonders hart getroffen hat.

„Hier ist Leben in der Bude . Das tut Hervest gut“, sagte Heimatchronist Walter Biermann, als er seine Schritte über den in einen bunten Basar verwandelten Harsewinkel spazierte. Auch wenn der Wettergott den Massenansturm verhinderte: Das Bergfest war ein Erfolg und präsentierte ein ausgewogenes Programm, das reichlich Kultur, Unterhaltung und Informationen bot. „Wir hatten wenige Besucher, aber wer den Weg zu uns gefunden hat, wollte sehr spezifische Informationen. Insofern war es wichtig, dass wir im Stadtteilbüro an beiden Tagen präsent waren“, sagte Joachim Thierhoff, dessen Büro in der ehemaligen Schenke des Gasthofes Scheven quasi im Herz von Hervest beheimatet ist.

Auch den Schnäppchenjägern unter den Bergfestbesuchern bot sich manche Gelegenheit, auf dem treffend dimensionierten Trödelmarkt kurioses oder nützliches für Heim und Garten zu erwerben. Das Hervester Fanfarenkorps spielte in gewohnter Qualität auf und auf den beiden Showbühnen war ständig Aktion zu bewundern.

„Sowohl die Bühne auf dem Glück-Auf-Platz als auch die auf dem Harsewinkel lockte Besucher an“, sagte ein Besucher, der erst die folkloristische Darbietung der Türkischen Tanzgruppe bewunderte, um dann rasch auf der nächsten Bühne die Stimmungslieder der „Kölschen Kathi“ schunkelnd mitzuerleben. Das Bergfest war aber auch einmal mehr eine Plattform für die zahlreichen Vereine, die Hervest bereichern. Die Mister-Trucker Soforthilfe informierte über ihre Aktionen, die Haldenwandschule verkaufte Waffeln und der Bergbauverein öffnete die Tore seiner Geschäftsstelle am Brunnenplatz. „Wir haben eine Siedlungsführung durch den Kern der Bergmannskolonie angeboten. Das passt zum Fest und wir als Verein sind froh, dass wir das Bergfest haben, um an die Tradition von Fürst Leopold zu erinnern“, sagte Volker Jenau, der sich dem Verein verschrieben hat.

Das Bergfest, einst von den Hervester Bürgerschützen um Peter Rentmeister und Ewald Albersmann angeschoben, ist längst ein Stadtteilfest geworden, dass Hervest Dorsten glänzend repräsentiert und deutlich macht, dass es viel mehr ist, als die Siedlung im Schatten des Förderturms. Hervest ist bunt und vielfältig. Nicht nur beim Bergfest.

Jo Gernoth

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