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Berater soll Möglichkeiten prüfen

16.02.2010 | 12:36 Uhr
Berater soll Möglichkeiten prüfen

Dorsten.Ob Dorsten eigene Stadtwerke gründet und in welcher Form, ob die Bindung mit RWE für die Versorgung des Stadtgebiets mit Strom, Gas und Wasser verlängert wird oder ob ein anderer Konzern die Konzession bekommt: Das soll ein exerner Berater in einer „schlanken Vorstudie” prüfen. Geschätzte Kosten dafür: 12 000 Euro.

Diesen Vorschlag macht Bürgermeister Lambert Lütkenhorst den Politikern im Hauptausschuss (tagt heute, 17. Februar, 16 Uhr, im Rathaus). Ein insgesamt komplexes Thema, das sich mit den Finanznöten der Stadt verschränkt, soll so in einer Erstbewertung überschaubar werden.

Gas und Wasser sind dabei nicht die drängendsten Fragen. Die Versorgungsverträge dafür enden 2019 bzw. 2023. Die Stromkonzession allerdings läuft zum 30. November 2013 aus. Deshalb muss nun bald der SPD-Vorschlag geprüft werden, eigene Stadtwerke zu gründen.

Eine umfassende Studie dazu, so die Verwaltung, würde ein Vermögen kosten. Lütkenhorst schlägt darum vor, die Möglichkeiten durch einen Berater zunächst und kurzfristig grob untersuchen zu lassen. Erst die realistischen Alternativen sollen dann aufwändiger vertieft werden.

Auftrag soll noch im März vergeben werden

Ganz frei ist die klamme Stadt in ihrer Entscheidung wohl nicht. Die Konzessionen für Strom, Gas und Wasser bringen jedes Jahr 4,1 Mio Euro in die Stadtkasse, der Löwenanteil davon (2,8 Mio Euro) durch den Stromvertrag.

Die wohl weit reichendste Alternative zur Vergabe der Konzession – Stadtwerke mit eigenem Netz – würden zugleich hohe Investitionen erfordern. Dazwischen liegen weitere Möglichkeiten, etwa Stadtwerke nur für den Vertrieb von Energie, Gründung eines solchen Unternehmens allein oder mit Partnern (und dies als Mehrheits- oder Minderheits-Gesellschafter).

Der Berater soll auch der Frage nachgehen, ob sich andere „Mehrwerte” für die Stadt erreichen lassen, etwa ein steuerlicher Querverbund, der die Atlantis-Verluste mindert.

Stimmt der Hauptausschuss zu, eine Grobanalyse erstellen zu lassen, will die Verwaltung umgehend einige Berater gezielt zur Abgabe eines Angebots dafür auffordern. Noch im März soll der Auftrag vergeben werden. Ziel ist, die Vorstudie noch im Juni im Hauptausschuss zu präsentieren.

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Ludger Böhne

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