Beeindruckende Bilder
22.09.2010 | 17:31 Uhr 2010-09-22T17:31:00+0200
Dorsten.Dr. Peter Tönnies ist unüberhörbar beeindruckt. „Es ist gigantisch, was man damit sehen kann.“ Mit dem neuen Ultraschallgerät, das hochauflösende Bilder im dreidimensionalen Format liefert, erreiche das St. Elisabeth-Krankenhaus „einen diagnostischen und therapeutischen
Standard in der Früherkennung von Brustkrebs, der Uni-Kliniken entspricht“, freut sich der der Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
„Eine strategische Entscheidung“ nennt Geschäftsführer Andreas Hauke die 200 000-Euro-Investition. Mit dem neuen Gerät und der ebenfalls jüngst installierten Technik zur Strahlentherapie während der Operation werde die Kompetenz des Brustzentrums Emscher-Lippe wesentlich gestärkt. Dort kooperiert das Dorstener Krankenhaus mit den Marienhospitälern in Buer und GE-Ückendorf. In den drei Häusern werden pro Jahr rund 450 Brustkrebs-Operationen vorgenommen.
Zusätzlich darf Dorsten auf Zuspruch von Patientinnen aus den Häusern des KKRN-Verbundes hoffen – Dr. Tönnies leitet hier auch die Frauenheilkunde im Halterner Sixtus-Hospital.
Das neue Ultraschallgerät, eines von bundesweit etwa 20, ersetzt aber nicht die Mammografie. „Das bleibt die Basisuntersuchung“, so Tönnies. Während dort aber nur ein zweidimensionales Standbild gespeichert werden kann, erlaubt der neue 18-Megahertz-Schallkopf eine umfassende nachträgliche Untersuchung der weiblichen Brust ohne zusätzliche Strahlenbelastung. Bei der Krebs-Früherkennung „kommen wir damit hoffentlich nah an 100 Prozent“, so der Chefarzt.
Bei früher Erkennung von Karzinomen könne womöglich schon bald auf die sechswöchige Bestrahlung nach der OP verzichtet werden, so Tönnies weiter. Studien deuteten darauf hin, dass die neue Strahlentherapie während der OP ausreichend sei. Tönnies: „Das wäre eine große Erleichterung für die Patientinnen.“
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