Anwohner wollen ihre Ruhe
03.08.2010 | 16:16 Uhr 2010-08-03T16:16:00+0200
Dorsten.„Teilweise plästern die Autos hier richtig durch“, Karl-Heinz Krupka, stellvertretendes Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Dorsten, gerät in Fahrt, wenn er an ein tägliches Ärgernis direkt vor seiner Haustür denkt.
Er lebt im Seniorenzentrum St. Elisabeth am Westwall und ärgert sich über die vielen Autos, die den Weg am Seniorenzentrum vorbei als Schleichweg benutzen. Weil seine Beschwerden bei der Stadt bisher keinen Erfolg gehabt hätten, hat er nun Unterstützung beim Seniorenbeirat gesucht, der die Örtlichkeit am Dienstag in Augenschein nahm.
Als alter Dorstener erinnert sich Karl-Heinz Krupka noch gut daran, dass auf diesem Gelände ursprünglich das Krankenhaus stand. Den Westwall gab es auch damals schon, nur sei er als „Ruhezone“ ausgewiesen gewesen und durfte nur von Anliegern befahren werden. Die Straße ist durch Einbauten heute teilweise verkehrsberuhigt und darf nur mit Tempo 30 befahren werden, das aber von jedermann.
Seine eigene Zählung habe ergeben, berichtet Krupka Friedrich Wilhelm Ashoff, dem Vorsitzenden des Seniorenbeirates, dass hier zu Hauptverkehrszeiten zwischen 100 und 150 Pkw durchfahren. Der Westwall ist als Schleichweg beliebt, weil man sich so auf dem Weg Richtung Brücken einige Ampeln sparen kann.
Für die Anwohner - auf dieser Seite liegen die Wohnungen für das betreute Wohnen - bedeutet das ständigen Lärm und ständige Abgase. Die hier gelegenen Balkone seien kaum zu nutzen und immer dreckig. Hinzu kommt, dass die Anwohner-Parkplätze (die auch von ihnen bezahlt werden), oft von Fremden blockiert werden. Gerhard Fuchs, Leiter des Seniorenzentrums, weiß um die Klagen vieler Bewohner und würde sich ebenfalls mehr Ruhe und Sicherheit auf der schmalen Straße wünschen.
Die Ruhe könnte es geben, würde zunächst eine Idee des Seniorenbeirates umgesetzt: Ein Zebrastreifen, in Höhe des Haupteingangs angebracht, könnte mehr Sicherheit für die Senioren bringen, die hier die Straße überqueren, und das Tempo drosseln. Heinz-Georg Schulz, für die CDU Mitglied im Seniorenbeirat, versprach, einen entsprechenden Antrag an den zuständigen Ausschuss weiterzuleiten.
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