Zwillinge aus Castrop-Rauxel sollen für IS gekämpft haben

Zwei Brüder aus Castrop-Rauxel sollen bei IS-Anschlägen im Irak Dutzende Menschen getötet haben.
Zwei Brüder aus Castrop-Rauxel sollen bei IS-Anschlägen im Irak Dutzende Menschen getötet haben.
Foto: Mohammed Jalil/Archiv
Was wir bereits wissen
Zwei Brüder aus Castrop-Rauxel sollen bei Anschlägen im Irak Dutzende Menschen getötet haben. Sie waren erst vor Kurzem zum Islam konvertiert.

Castrop-Rauxel/Bagdad.. Zwillingsbrüder aus Castrop-Rauxel sollen bei Selbstmordattentaten für das Terror-Netzwerk Islamischer Staat (IS) in der Nähe von Bagdad ums Leben gekommen sein. Das berichtet das IS-Propaganda-Magazin Dabiq in seiner aktuellen Ausgabe.

Bereits im April, so heißt es in dem Bericht, sei einer der beiden 25-Jährigen maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass der IS eine Stellung der irakischen Armee in der Nähe von Bagdad einnehmen konnte. Wie es heißt, soll er mit einem Laster mit sieben Tonnen Sprengstoff in den Armee-Stützpunkt gefahren sein - und sich in die Luft gesprengt haben.

Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen

Dabei soll er die Kommando-Zentrale des Stützpunktes zerstört und dutzende Menschen mit in den Tod gerissen haben. Sein Bruder, so steht es in einer Bildzeile zum entsprechenden Bericht, soll schon zuvor einen, wie es heißt, "heldenhaften Tod" gestorben sein.

Salafismus Dass es sich bei den abgebildeten Brüdern tatsächlich um Konvertiten aus Castrop-Rauxel handelt, bestätigten am Montag mehrere Quellen gegenüber unserer Zeitung.

Einer der beiden ist im November 2012 zum Islam konvertiert. Auf der Homepage der Gemeinde ist er mit seiner Urkunde zu sehen. Ein zweites Bild zeigt ihn und seinen Bruder kurz nach der Konvertierung im Kreise von Gemeindemitgliedern.

Die Gemeinde, in der der Zwilling das muslimische Glaubensbekenntnis abgelegt hat, gehört zur Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Eine Stellungnahme hat die Gemeinde für Dienstag angekündigt worden. Unklar blieb am Montag auch, ob die Brüder vor ihrer Ausreise vom Staatsschutz überwacht worden sind.