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Fridtjof-Nansen-Realschule

Zuspruch ist weiterhin ungebrochen

12.08.2012 | 17:21 Uhr
Zuspruch ist weiterhin ungebrochen

Castrop-Rauxel. Die Solidarität ist groß, der Zuspruch ungebrochen: Nach nur zwei Wochen hat sich die Zahl der Unterschriften vervielfacht – über 5000 Castrop-Rauxeler, so der Stand am Samstag, unterstützen die Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Rettung der Fridtjof-Nansen-Realschule. Und mit jeder Sammelaktion werden es mehr. Nicht etwa weniger, wie der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Michael Breilmann betonte.

„Nachdem wir es angeboten hatten, wollte bisher jedenfalls noch keiner seine Unterschrift wieder streichen lassen“, sagte er am Samstag bei einer weiteren Sammelaktion in der Altstadt. Breilmann bezog sich damit auf eine öffentliche Äußerung des SPD-Chefs Rajko Kravanja, der erklärt hatte: Er habe mit mehreren Personen, die für den Erhalt der FNR unterschrieben haben, geredet.

Nach Darlegung seiner Argumente sei ihre Reaktion laut Kravanja gewesen: Hätten sie das vorher gewusst, hätten sie nicht unterschrieben. „Ich weiß nicht, mit wem Herr Kravanja da gesprochen hat“, kommentierte Michael Breilmann, der zugleich für mehr Sachlichkeit plädierte.

Plädoyer für mehr Sachlichkeit

Die SPD habe der CDU jüngst vorgeworfen, grundsätzlich gegen Bürgerentscheide zu sein (wir berichteten). „Es wäre hilfreich, wenn Herr Kravanja die Initiative einfach ihren Weg gehen ließe und sie nicht weiter diskreditiert“, entgegnete Michael Breilmann. Mit seinem Verhalten, fuhr der Christdemokrat fort, trage der SPD-Chef nur dazu bei, dass sich die Fronten weiter verhärten. „Möglicherweise hat das mit Nervosität zu tun, weil er sieht, wie viele bereits für den Erhalt der FNR unterschrieben haben“, so die Deutung Breilmanns.

Ähnlich verständnislos reagierte er auf die Kritik Alexander Slonkas, Geschäftsführer der Initiative „Mehr Demokratie“. In einem Gastbeitrag auf „Welt online“ schrieb der Sozialwissenschaftler, es handele sich weniger um ein Bürgerbegehren denn um ein Parteienbegehren. „Ich sehe den Sinn nicht, die Initiative derart zu rügen“, sagte Breilmann. Zumal es der Demokratie gut tue, wenn Parteien und Bürger zusammenarbeiteten.

Es geht um die Bildungsvielfalt

Auch die drei Vertretungsberechtigten sowie die vielen anderen engagierten Personen haben auf jene Kritik mit großem Unverständnis reagiert, berichtete der CDU-Chef. „Die Initiative geht ganz klar von den Bürgern Castrop-Rauxels aus“, betonte FNR-Lehrerin Anna John, die an diesem Samstag auch wieder fleißig Unterschriften sammelte. „Es geht uns um Bildungsvielfalt.“

Von vielen Eltern habe sie gehört, dass sie auf andere Städte ausweichen müssten, wenn es die Realschule nicht mehr gäbe. Das könne doch nicht Sinn der Sache sein, betonte Sarah Plata. „Warum will man eine funktionierende Schule abschaffen?“, fragte sie. „Ich habe an der FNR meinen Abschluss gemacht und habe nur positive Erfahrungen gesammelt“, erzählte die Erzieherin.

„Das ist es, was mich immer wieder so beeindruckt“, sagte FW-Fraktionschef Manfred Postel. „Viele erzählen an den Ständen von ihren durchweg guten Erfahrungen, von ihrem erfolgreichen Werdegang nach dem FNR-Abschluss.“ Die Schule, so Postel, genieße ein enormes Ansehen.

Sabine Latterner

Kommentare
13.08.2012
10:13
Zuspruch ist weiterhin ungebrochen
von Ruhrpottadonis | #2

Wie das Fähnlein auf dem Turme: sich kann drehn bei Wind und Sturme so ist der SPD-Chefs Rajko Kravanja in Ickern auch bekannt. Warum überrascht mich...
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2012-08-12 17:21
Castrop-Rauxel