Zeugin: Nächtliche Rennen auf der Wittener Straße

Der Laternenmast, der bei dem spektakulären Unfall an der Wittener Straße in der Nacht von Samstag auf Sonntag umgefahren worden war, wurde mittlerweile ersetzt. Eine Anwohnerin und Zeugin des Unfalls berichtet, dass Straßenrennen ein akutes Problem seien. Sie sieht Handlungsbedarf.

Bövinghausen.. Als es in der Nacht auf Sonntag gegen 2.15 Uhr zweimal hintereinander laut kracht, ist Anwohnerin Katharina Neugebauer sofort hellwach. "Auf den ersten Blick aus dem Fenster habe ich nicht viel sehen können", erzählt sie. Als sie auf die Straße geht, sind die Unfallverursacher schon weg. Der Unfallwagen, ein schwarzen VW Tuareg, mit dem sie die Straßenlaterne umgefahren und eine Hauswand touchiert haben, ist noch da.

Dass derartige Unfälle auf der Wittener Straße vorkommen, wundert Neugebauer nicht. "Nachts, insbesondere am Wochenende, geht es hier zu wie auf dem Nürburgring", sagt sie. Auf der zu diesen Zeiten wenig befahrenen Straße seien immer wieder laute Motorengeräusche zu hören. Meistens seien es zwei Autos gleichzeitig. Der Gedanke an illegale Straßenrennen liegt da nahe.

Beweisen lässt sich das Ganze nur schwer - besonders, wenn die Nachbarschaft schweigt. Warum das so ist, kann Katharina Neugebauer nicht nachvollziehen: "Da muss doch mal was gemacht werden, das ist doch nicht nur für die Fahrer gefährlich!"

Polizei hat bereits Verwarngelder verhängt

Auf Nachfrage bei der Polizei ergibt sich eine andere Perspektive. Sprecher Michael Franz bestätigt, dass es Beschwerden über Raser gegeben habe. Bei Kontrollen auf der Wittener Straße wären aber "in erster Linie Verwarngelder verhängt worden". Die gibt es für Geschwindigkeitsüberschreitungen bis 20 km/h.

Die Polizei hatte bis Dienstag auch keine Hinweise aus der Bevölkerung, die auf eine Rennstrecke hindeuten. Man benötige weiterhin Ansprechpartner vor Ort, so Polizeisprecher Michael Franz. "Wenn da ein Problem besteht, soll man doch bitte mit uns reden. Wir können uns nur kümmern, wenn wir wissen, wo."

Zum Vorfall selbst laufen die Ermittlungen weiter. Aus taktischen Gründen wolle die Polizei sich dazu aber nicht weiter äußern.

Zeugen gesucht
Hinweise werden unter Tel. (0800) 2361111 entgegen genommen.