Zehn Tage Münchner Feeling

Recklinghausen..  Ob der Saatbruch das Zeug zur Theresienwiese hat, muss sich erst noch erweisen. Sicher ist jedoch, dass es in diesem Jahr in Recklinghausen erstmals ein Oktoberfest nach Münchner Vorbild geben wird. Zehn Tage lang wird es auf dem zentralen Veranstaltungsplatz neben der Vestlandhalle ausgesprochen zünftig zugehen. Dirndl und Lederhose sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.

Und für Nicht-Wies’n-Kenner sei hinzugefügt: Wenn hier am Freitag, 25. September, „o’zapft wird“, dann macht dieser Umstand das Oktoberfest zwar eigentlich zur Septemberfete, aber das ist auf dem größten Volksfest der Welt in der bayerischen Landeshauptstadt nicht anders. In München legt man sogar noch früher los, dafür wird die Massengaudi hier wie dort zum selben Zeitpunkt abgepfiffen: am 4. Oktober.

Und überhaupt dient das Original in jeder Hinsicht als gutes Beispiel für Lars Tottmann und Henning Prinz, die als Geschäftsführer der aREna Gmbh die unternehmerische Verantwortung tragen. Und damit das mit dem „Woahnsinn“ im Ruhrgebiet auch klappt, setzt man auf bewährte Zutaten. Beim Essen wird man sich mit größter Sicherheit auf den kulinarischen Bayern-Dreiklang mit Hax‘n, Hendl und Weißwürsten beschränken. Und – ganz wichtig – es wird ein richtiges Festbier ausgeschenkt: das König Ludwig Hell, hergestellt in der Schlossbrauerei Kaltenberg.

Maß halten wird aber lediglich im wortwörtlichen Sinn zur Selbstverständlichkeit, weil das Bier ausschließlich in den 1-Liter-Gläsern ausgeschenkt wird.