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Unwetter

„Xaver“ schwer in Rage

19.08.2011 | 17:34 Uhr
„Xaver“ schwer in Rage
Umgekippte Birke begräbt Fahrzeuge der Diakonie. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel. Das Sturmtief „Xaver“, das im ganzen Ruhrgebiet schwere Schäden verursachte, fegte auch durch die Europastadt. Bei dem Unwetter mit schweren Windböen entstand nur Sachschaden. Personen wurden keine verletzt. Die Feuerwehr musste 21 Mal ausrücken.

Glimpflich kam die Europastadt bei dem heftigen Unwetter am Donnerstagabend weg. Tief „Xaver“ ging zwar nicht spurlos an Castrop-Rauxel vorbei, aber es kam nicht zu dramatischen Ereignissen wie andernorts. Personen erlitten keine Verletzungen, aber Sachschaden gab es reichlich. „So schlimm wie in anderen Städten hat es sich in unserem Einsatzgebiet nicht dargestellt“, bilanziert Alexander Gröne von der Feuerwehr.

An der Brückenstraße hat das Unwetter große Äste von den Bäumen gerissen. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Die Feuerwehr musste insgesamt 21-mal ausrücken. Zu drei Einsätzen rief man die Polizei hinzu. Die Einsatzgebiete lagen über das ganze Stadtgebiet verteilt. Die meisten Vorfälle ereigneten sich in Castrop. Vollgelaufene Keller und verstopfte Kanalisationen waren die häufigsten Probleme, mit denen die Feuerwehr in der Nacht zu kämpfen hatte. Zudem stürzte noch ein Baum am Stadtgarten in der Höhe der Glückaufstraße um. Zwei weitere Bäume auf der Brilonstraße wurden vom Blitz getroffen. Sie müssen deswegen gefällt werden. An diesen Stellen entstand nach Angaben der Feuerwehr kein großer Sachschaden.

An anderen Orten in Castrop-Rauxel zeigte sich ein anderes Bild. Herunterfallende Äste beschädigten zwei Pkw auf der Thomasstraße. Die Dienstwagen der Diakonie auf ihrem Parkplatz am Biesenkamp erwischte es aber noch schlimmer. Hier stürzte eine Birke auf die zwei parkenden Autos. Bei einem Fahrzeug wurden die Heckscheibe und das Dach eingedrückt. Der andere Wagen ist noch unter dem Geäst begraben.

Dementsprechend konnte die Diakonie den Schaden noch nicht ermitteln. Die Mitarbeiter in der ambulanten Altenpflege sind deswegen zurzeit mit ihren privaten Pkw unterwegs. Ausfälle im Pflegedienst gibt es deswegen keine. Geringfügige Schäden verursachten die starken Windböen im oberen Stockwerk des City-Centers. Im ehemaligen Hertie-Haus ging eine Scheibe zu Bruch.

Neben der Feuerwehr war auch der EUV vor Ort, um sich um verstopfte Kanalisationen zu kümmern, die durch Äste und Blätter verstopft waren. „Das war unsere Hauptaufgabe“, erklärt Thorsten Werth-von Kampen vom Stadtbetrieb EUV. Deswegen war die B235 in Höhe der Bahnhofstraße gesperrt. Auch im Stadtgarten stand das Gelände unter Wasser, ebenso auf dem Berliner Platz.

Das punktuelle Hochwasser wurde durch Rückstau verursacht, weil die Kanäle die Wassermengen nicht mehr schnell genug ableiten konnten. In der Cottenburgschlucht verselbstständigte sich zudem ein Kanaldeckel, um den sich der EUV ebenfalls kümmerte.

David Huth



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