„Wir wollen nicht nur an uns denken“
15.04.2011 | 18:06 Uhr 2011-04-15T18:06:00+0200
Castrop-Rauxel. Die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments nehmen an der Spendenaktion Kindercent teil. Die Jungen und Mädchen haben entscheiden, dass der Erlös an notleidende Kinder in Japan gehen soll.
Wann kommt das Geld in Japan an? Kommt das Geld denn auch komplett in Japan an? Und: Haben wir die Möglichkeit, von den Kindern in Japan zu hören? Fragen über Fragen, mit denen Bärbel Bettenworth, Abteilungsleiterin der Unicef-Gruppe Recklinghausen, beim Treffen mit den Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) überhäuft wurde. Denn eines ist klar: Die jungen Spendensammler wollen wissen, welchen Weg ihre Spende geht – und das ganz genau.
„Japan ist ja eigentlich selbst ein wohlhabendes Land“ erklärt also Bärbel Bettenworth, „Unicef aber hilft eigentlich in Entwicklungsländern. Angesichts dieser Katastrophe aber, macht unsere Organisation eine Ausnahme und unterstützt die Spendenaktion für Japan“. Zustimmendes Kopfnicken in der Runde der Kinder und Jugendlichen. Doch so ganz ist ihr Wissensdurst noch nicht gestillt: Wie kommen die japanischen Kinder denn an das Geld? Und was wird dafür gekauft? Unicef-Abteilungsleiterin Bärbel Bettenworth erklärt also weiter: „Von dem Geld werden vor allem Hygieneartikel wie etwa Seife und Windeln gekauft für die vielen notleidenden Menschen.“ Zudem würden Wasserbehälter, Zelte und Schulmaterialien angeschafft oder vom Unicef-Warenager in Kopenhagen nach Japan transportiert.
Zufrieden lehnen sich die Mitglieder des KiJuPa zurück, vorerst. Denn in den nächsten Tagen sind sie wieder unterwegs, um Spenden zu sammeln für die Aktion Kindercent des Deutschen Kinderhilfswerks, deren Erlös dann an das Projekt „Unicef für Japan“ geht. Ursprünglich wollten die kleinen Castrop-Rauxeler mit ihren Einnahmen Projekte in Deutschland unterstützen. „Als wir aber gehört haben, was da in Japan passiert ist, wollten wir was dagegen unternehmen“, beschreibt die neunjährige Siri den Wandel. Und Leonie (10) fügt hinzu: „Wir wollen anderen helfen und nicht nur an uns selber denken.“
Spenden noch bis 5. Mai möglich
Die Spendenaktion Kindercent des Deutschen Kinderhilfswerks, an der sich das Kinder- und Jugendparlament mit seiner Sammlung beteiligt, läuft noch bis zum 5. Mai. am 19 Juni ist dann die Übergabe des Erlöses an Unicef geplant. Insgesamt sind die Mitglieder des KiJuPa mit zwölf Sammeldosen im Stadtgebiet unterwegs, etwa in Geschäften, bei ihren Lehrern und bei der Stadtverwaltung.
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