Wir-Gefühl soll weiter wachsen
06.02.2012 | 17:07 Uhr 2012-02-06T17:07:00+0100
Castrop-Rauxel.Das starke Wir-Gefühl, das die Aktion „Ein Herz für Ickern“ im Rahmen des Landesprogramms „Ab in die Mitte 2011!“ ausgelöst hat, soll „in den nächsten Jahren gepflegt und ausgearbeitet werden“, fordern SPD und Grüne.
Der entsprechende Antrag wurde im Rat bei Enthaltung der CDU mit großer Mehrheit verabschiedet. Die Verwaltung soll prüfen, ob weitere Veranstaltungsmöglichkeiten sowie bürgerschaftliches Engagement möglich sind. So soll nach Vorstellung von Rot/Grün u.a. in jedem Jahr eine WLT-Inszenierung als Freiluftaufführung auf dem Ickerner Markt gezeigt werden.
Erinnert wurde in diesem Zusammenhang an den großartigen Erfolg und die faszinierende Atmosphäre bei der Aufführung im letzten Jahr. Volkmar Bendl (SPD): „Das wurde alles sehr gut angenommen, es war ein passendes Rundumpaket.“ Kritik gab’s von der FDP. Nils Bettinger sprach von „einem dünnen Antrag“ und sagte: „Da braucht die Verwaltung ja nur zu telefonieren.“ Manfred Postel (FWI) lobte zwar den inhaltlichen Kern, empfahl allerdings die „Antrags-Lyrik wegzulassen“. Zudem pochte er darauf, die entsprechenden Bedingungen darzulegen und stellte die Frage nach den Kosten auch und gerade wegen des Stärkungspakts.
Ebenso wie Hilmar Claus (CDU, der den Antrag zudem „populistisch“ nannte und fragte: „Ein Herz für Ickern, wer möchte das nicht?“ Man solle doch „froh sein über das Engagement der Ickerner Bürger“, versuchte Christoph Grabowski (FDP) zu glätten. Er sagte, dass der Ickerner Werbering für eine Neuauflage des Autokinos sei und mahnte, „das ,Herz für Ickern’ nicht kaputt zu reden“.
Er sei jederzeit für eine Wiederholung, aber „die muss kostenneutral sein“. Für die Fortsetzung warb auch Frank Schwabe (SPD). „Wir müssen die Idee des letzten Jahres weiter tragen.“ Und an die Adresse der Kostenmahner: „Die gesellschaftliche Gestaltung geht weiter, auch mit dem Stärkungspakt.“
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