Windrad auf Schwerin: Stadt lädt zu Versammlung

Für das geplante Windrad in Becklem gibt es längst grünes Licht. Beim Bau des Windrades auf Schwerin geht es jetzt um erste, ernsthafte Beteiligung der Castrop-Rauxeler. Die Stadt lädt für Donnerstag zu einer Bürgerversammlung ein.

Castrop-rauxel.. Die Stadt lädt am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr zu einer Bürgerversammlung ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Am Weißdorn 2 a. Das Schweriner Windrad ist das einzige, bei dem die Stadt noch im Boot ist, nachdem sich die Becklemer Landwirte darauf geeinigt hatten, ihr Projekt ohne Beteiligung der Stadt durchzuziehen.

Vor einigen Jahren ist noch davon ausgegangen worden, es könnten vier oder sogar fünf neue Windanlagen errichtet werden.

Pionier der Windenergie in Castrop-Rauxel

Beteiligt am Schweriner Windrad ist der Schweriner Landwirt Wilhelm Kremerskothen, der als Pionier der Windenergie in Castrop-Rauxel gilt. Baute er doch die erste Windmühle vor fast 30 Jahren direkt neben dem Bauernhof seiner Familie an der Bodelschwingher Straße.


Anders als beim Windrad in Becklem soll es für die "Windmühle" auf Schwerin auch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger geben. Grundsätzlich gehört das Projekt zu einer der Säulen beim Versuch, die Stadt Castrop-Rauxel beim Masterplan Energiewende ein Stück weiter nach vorne zu bringen. Die Umsetzung der Planung in Zusammenarbeit mit dem EUV wird Gelsenwasser übernehmen. Die Arbeitsgemeinschaft für das Windrad trägt den Namen "Cas Wind".

Eins wird abgebaut

Der Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Regierungspräsidenten ist gestellt worden. Aktuell stehen sechs Windräder auf den Feldern zwischen Schwerin und Dingen, darunter auch das Bürgerwindrad, 1999 an den Start gegangen mit 121 Gründungsmitgliedern. Eine der alten Mühlen soll abgebaut werden.


In dem Windpark an der Stadtgrenze zu Dortmund werden jährlich 5,5 bis 6 Millionen kWh saubere Energie produziert. Das erspart jährlich ungefähr den Ausstoß von rund vier Millionen Kilogramm Kohlendioxid. Nur zum Vergleich: Das Kohlekraftwerk Datteln IV, dessen Riesen-Aktenberge derzeit zur öffentlichen Einsicht ausliegen, würde bei Inbetriebnahme jährlich über acht Millionen Tonnen CO2 in die Luft schleudern.