Wieder Ärger um vermeintlich anstößiges Plakat

Das Werbeplakat eines Fitness-Studios, das einen halbnackten Popo zeigt, ist nicht das einzige, das derzeit in Castrop-Rauxel mitunter argwöhnisch betrachtet wird. Auch die Plakate für ein Düsseldorfer Bordell sorgen für Ärger. Zentrale Frage: Darf für Prostitution überhaupt geworben werden?

Castrop-rauxel.. Ein Plakat auf Schwerin, auf dem der Bordell-Manager Bert Wollersheim zu sehen war, hat das städtische Ordnungsamt bereits entfernen lassen.


Andere Plakate, die für das von der Presse als Groß-Bordell bezeichnete Etablissement in Düsseldorf-Rath werben, hängen noch an mehreren Orten im Stadtgebiet. Etwa an der Herner Straße. Ist es nicht verboten für Prostitution zu werben? Michael Diehl vom Ordnungsamt erklärte auf Anfrage unserer Redaktion, dass dieses Verbot etwas aufgeweicht worden sei. "Es muss durch Ton oder Bild klar werden, dass es sich um sexuelle Dienstleistungen handelt", so Diehl. Auf den Plakaten, auf denen der durchs Fernsehen bekannte Bordell-Chef Wollersheim zu sehen sei, sei dies der Fall. Auf den anderen Plakaten eben nicht. Dies sei "verbrämte Werbung". "Die wird geduldet. Da haben wir keine Eingriffsmöglichkeit", erklärte Diehl.

Hängen bleiben darf auch das Fitness-Studio-Plakat mit dem flotten Spruch "Fitness ist für‘n Arsch". Der Werberat, so erfuhr jetzt die Gleichstellungsbeauftragte Angelika Himmert, sieht darin eine "produkt-konforme" Werbung, die nicht zu beanstanden sei.