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Werbung mit Druck

14.05.2007 | 02:27 Uhr

Neue Geschäftsidee PrintCast: Wer bereit ist, 20 Prozent seines Papiers zu Hause mit Werbung auszudrucken, der bekommt bis zu vier Patronensätze im Jahr kostenlos

Was haben die tropischen Inselparadiese der Malediven mit dem Drucker in meinem chaotischen Arbeitszimmer gemeinsam? Zunächst nicht viel. Doch dank des außergewöhnlichen Einfallsreichtums von Birger Wunderlich und seiner neuen Firma PrintCast eine ganze Menge.

Bei seiner jüngsten Geschäftsidee verbindet der Unternehmer aus dem Erin-Park (Blue Box) den heimischen Drucker mit Reklame. Der Deal dabei: Lässt man sich auf Werbung ein, so bekommt man bis zu vier Sätze Druckerpatronen pro Jahr kostenlos. "Bei einem Papiersatz von 400 Stück bedeutet das 80 Seiten Werbung", sagt Birger Wunderlich. Die Idee kam dem Unternehmer, weil sich "Millionen Besitzer von Tintenstrahldruckern ärgern: einerseits über die schlechte Qualität von nachgefüllten oder nachgemachten Patronen, andererseits wollen sie keine teure Originaltinte kaufen".

Der Markt gibt's her. Bis zu 30 Registrierungen verzeichnet PrintCast momentan pro Stunde. "Die Zahl der Nutzer liegt bereits im sechsstelligen Bereich", so Wunderlich. Dabei müssen die Kostenfüchse durchaus einiges von sich preisgeben. Bei der Registrierung wird z.B. nach dem Beruf und diversen Hobbys gefragt, aber auch, ob die Familie über einen Plasmabildschirm verfügt oder per Skynet telefoniert. Auf die dort angegebenen Vorlieben wird das Werbeangebot anschließend individuell zusammengestellt. Und damit wären wir dann auch wieder auf den Malediven: Gebe ich die Inselgruppe als Lieblingsreiseziel an, bekomme ich prompt die neusten Resort-, Sport-, Spaß- und Wellnessangebote ausgedruckt.

Über 180000 Euro hat der PrintCast-Erfinder in die Entwicklung der Geschäftsidee gesteckt. Angespornt auch "durch die große Zustimmung aus Politik und Wirtschaft". Nach internen Wachstumsprognosen werde sein Unternehmen im ersten Geschäftsjahr sechs Millionen Euro umsetzen. Sogar der Gang an die Börse ist bereits angedacht. "Wir sind sicher, dass wir mit unserem Konzept Erfolg haben werden", sagt Birger Wunderlich.

Von Angelika Wölke

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