Ursache für Horrorunfall geklärt
18.01.2012 | 18:12 Uhr 2012-01-18T18:12:00+0100
Castrop-Rauxel. Der Unfall, bei die 13-jährige Angelina B. ums Leben kam, haben Trauer und Entsetzen in Castrop-Rauxel ausgelöst. Jetzt liegt ein Gutachten vor, das den Unfallhergang rekonstruiert. Außerdem wird eine Anklage gegen den Unfallfahrer geprüft.
Der schreckliche Unfall auf der Victorstraße von Ende November hat in Castrop-Rauxel tiefe Betroffenheit ausgelöst. Nach der Kollision eines Pkw mit einem Baum war die Mitfahrerin eines 18-jährigen Castrop-Rauxeler ums Leben gekommen. Jetzt liegt der Staatsanwaltschaft Dortmund ein Gutachten über den Unfallhergang vor.
Kein technischer Defekt
An den Freitagabend im November haben Anwohner und Rettungskräfte noch immer schlimme Erinnerungen . Auf der übersichtlichen und geraden Strecke der Victorstraße bot sich den Castrop-Rauxelern ein Bild des Grauens. Dort war ein junger Mann mit seinem Pkw von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen dicken Baum geprallt. Nach dem Unfall konnten die Rettungskräfte nur den schwerverletzten Fahrer von den im Auto eingeklemmten beiden Personen befreien. Anschließend ging der kleine Pkw innerhalb kurzer Zeit in Flammen auf. Für Beifahrerin Angelina B. kam jede Hilfe zu spät. Sie starb in den Flammen.
Die Ursache für das schlimme Unglück war bislang völlig unklar. Das Unfallrekonstruktionsgutachten kommt jetzt zu dem Schluss, dass ein Fahrfehler ausschlaggebend gewesen ist. „Ein technischer Defekt am Auto liegt laut Gutachten nicht vor“, erklärt Henner Kruse von der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund. Das Tempo des Fahrzeugs war für den Zusammenstoß indes nicht ausschlaggebend. „Er ist nicht deutlich zu schnell gefahren“, erläutert Kruse weiter. Der Expertise nach befand sich das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 56 km/h auf der Fahrbahn.
Anklage wird geprüft
Ob das Gutachten zu einer Anklage gegen den Unfallfahrer führt, ist derzeit noch nicht absehbar. Staatsanwältin Ina Holznagel sagt gegenüber dieser Zeitung: „Es wird derzeit geprüft, ob Anklage erhoben wird.“ Es müsse nicht zwingend dazu kommen, betont die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund. Es werde nun genau geprüft, inwieweit eine Schuld des Fahrers vorliege. „Es gibt auch andere Lösungen als eine Anklage“, so Holznagel.
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