Unterschriften gegen die Notdienstpläne
17.02.2010 | 16:13 Uhr 2010-02-17T16:13:00+0100
Castrop-Rauxel. Gemeinsam werden der Stadtverband der CDU und die Senioren Union am Samstag, 20. Februar, eine Unterschriftensammlung gegen die Schließung der Notfallpraxis am St. Rochus-Hospital durchführen.
Zwischen 9 und 12.30 Uhr können Bürger am Reiterbrunnen in der Altstadt ihre Unterschriften für den Erhalt der Praxis abgegeben.
Zudem liegen in allen 23 Apotheken im Stadtgebiet Unterschriftenlisten aus. „Bisher haben wir schon über 2 000 Unterschriften zusammen, daran erkennen Sie, wie ernst die Sorgen der Bürger sind”, erklärt der Vorsitzende der Senioren Union, Helge Benda.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hat eine Reform der Notfallpraxen zum 1. Januar 2011 beschlossen, nach der Castrop-Rauxel mit Herne und Teilen von Bochum zu einem großen Bezirk verschmelzen würde. Der Sitz der Notdienstpraxis wäre dann in Herne.
Heimische Ärzte und Apotheker zweifeln an der dadurch entstehenden Kosteneinsparung (wir berichteten). Der CDU-Vorsitzende Michael Breilmann: „Hier geht es um die Gesundheit unserer Bürger. Die Union möchte, dass in Notfällen eine gute medizinische Versorgung für unsere Stadt gewährleistet ist.”
Die Neustrukturierung der Notfallbezirke hätte längere Wege zur Praxis und längere Wartezeiten für Patienten zur Folge, befürchtet die Seniorenunion. „Nicht alle Senioren sind im Alter noch mobil. Gerade wenn die Versorgung eilt, kann es gefährlich werden. Das werden wir nicht mitmachen”, kündigen Benda und Breilmann weiteres Engagement an.
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