Turnhalle an der Harkortschule wird zum Streitpunkt

Gerade erst haben sich die Merklinder damit abgefunden, dass es keine Grundschule mehr in ihrem Ortsteil gibt. Das Aus für die Sparkassen-Geschäftsstelle kommt 2017. Investoren wollen zudem aus der Harkortschule eine Mehrgenerations-Wohnanlage bauen. Doch dafür müsste die Sporthalle weg - eine Bedrohung für die Vereine.

Castrop-rauxel.. Durch den Umbau der Harkortschule in eine Mehrgenerations-Wohnanlage soll auch die Sporthalle aufgegeben werden. Diese ist jedoch gut ausgelastet - vor allem zu den Stoßzeiten gibt es keine Alternative. "Die Halle wird gut genutzt. Das trifft die Merklinder Bürger, wenn sie nicht mehr zur Verfügung steht." Das sagen Mitglieder der CDU Merklinde und anderer Ortsunionen sowie Vertreter der Freien Wähler Initiative. Bei einem Treffen mit den Investoren Ralf Sprave und Rudi Bork machten sie auf dieses Problem aufmerksam.

Hauptsächlich belegen die Sportler des SuS Merklinde die Sporthalle. Minikicker, F-Jugendliche und auch die Fußballfrauen trainieren dort. Außerdem nutzen Gymnastik- und andere Freizeitgruppen, die evangelische Kirchengemeinde Bövinghausen, die Tischtennisgruppe des CVJM und die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils die Halle.

"In der Woche ist die Halle täglich von 16 bis 22 Uhr belegt", erklärte Sportamtsleiter Wilfried Heyden. Möglichkeiten auszuweichen gebe es kaum. "Ab 18 Uhr gibt es in den anderen Hallen im Stadtgebiet keine Kapazitäten", so Heyden.
Gerade erst haben sich die Merklinder damit abgefunden, dass es keine Grundschule mehr in ihrem Ortsteil gibt. Das Aus für die Sparkassen-Geschäftsstelle kommt 2017. Und jetzt soll auch das Sportangebot wegfallen?

"Nutzer der Turnhalle frühzeitig einbinden"

CDU-Ratsmitglied Wolfgang Helsper betonte, dass dies ein Problem sei. "Da muss man eine Lösung finden", so Helsper. Bürgermeisterkandidat Michael Breilmann von der CDU regte an, alle Nutzer der Turnhalle frühzeitig einzubinden und durch Beteiligung der Bürger zu einer Lösung zu kommen.

SPD-Bürgermeisterkandidat Rajko Kravanja hatte für seine Partei bereits vor einigen Tagen eine Bürgerversammlung in Merklinde angekündigt.Einig sind sich die meisten Lokalpolitiker, dass die Verwandlung der Schulgebäude in eine Mehrgenerationen-Wohnanlage mit ausschließlich barrierefreien Wohnungen, sowie die Einrichtung einer Tagespflege, einer Physio- und Ergotherapie-Praxis, einer Wohngruppe für Demenzkranke und die Ansiedlung eines Facharztes für Altersheilkunde wünschenswert sind. "Das wird den Ortsteil beleben", stellte Dieter Gyurcszek von der CDU Merklinde fest.

"Wir wollen preiswerten Wohnraum bieten, den auch viele Merklinder suchen. Wie wichtig die Sporthalle dagegen ist, muss man abwägen", sagte Investor Rudi Bork und ergänzte: "Für Gymnastikgruppen können wir ganz sicher in der Ergo-Praxis Räume zur Verfügung stellen."