Tote Fische: Bürger wirft Verein schlechte Pflege vor

Der Grutholzteich in Castrop-Rauxel kommt auch drei Tage nach dem massiven Fischsterben mit mehr als 2000 Kadavern nicht zur Ruhe. Der Sauerstoffgehalt ist immer noch weit von einem gesunden Wert entfernt. Auch am Dienstag ist das Technische Hilfswerk mit Pumpen in das Waldgebiet am Wildgehege ausgerückt.

Castrop-rauxel.. Wie schon am Sonntag und Montag haben die Helfer den Teich im Grutholz umgewälzt. Am heißen Wochenende waren dort bis zu 2000 Fische gestorben. Also: Das Wasser herausgepumpt und durch Fontänen wieder zurück in den Teich geführt. Der in der Luft enthaltene Sauerstoff kann so in den Teich gelangen.

Ruhr-Nachrichten-Leser Gerd Franzen hat sich nun mit Kritik an dem zuständigen Gewässerwart August Wundrok an uns gewendet. In einer E-Mail schreibt er: "Wer durchs Grutholz geht, weiß, dass dort ganz selten am Teich noch Enten sind und gefüttert wird dort auch nicht", schreibt Franzen.

Vorwurf: Pflege vernachlässigt

Er wirft Wundrok und dem Verein Do-Cas-Blinker vor, die Pflege des Teiches zu vernachlässigen. "Warum wartet der Gewässerwart den Teich nicht und zieht mal die Äste raus?", fragt er weiter. Ebenso spricht er von einer Überpopulation des Teichs.

Wundrok kontert diese Vorwürfe: "Wir haben hier zuletzt 21 Brottüten im und um das Wasser herum gefunden." Ebenso seien er und die anderen Vereinsmitglieder stetig mit der Pflege beschäftigt. "Große Äste holen wir heraus, aber an die Blätter und Stöcker auf dem Grund kommen wir so nicht heran. Wir wünschen uns jedes Jahr die große Sanierung des Teichs von der Stadt", so Wundrok weiter.

Fisch-Rettungsaktion am Samstag

Fische seien in den letzten Jahrzehnten keine mehr ausgesetzt worden. Anfang der 1990er-Jahre seien mal kleinere Fische in die Teiche der Stadt gesetzt worden, um dem Eisvogel einen Nahrungsraum zu bieten. Wundrok lädt Leser Franzen gerne zum am Samstag stattfindenden Abfischen des Teiches ein.

Dann sollen so viele Fische wie möglich gerettet und umgesiedelt werden. "Wir freuen uns immer über die Mithilfe von Bürgern. Nur aus der Ferne zu quatschen, hilft niemandem weiter", so Wundrok