Tierheim-Streit: Versammlung spontan abgesagt

Die für Freitagabend geplante Jahreshauptversammlung des Tierheims Castrop-Rauxels ist wenige Stunden vor dem geplanten Beginn ohne Angabe von Gründen abgesagt worden. Die Hintergründe sind unklar. Mehr als 100 Bürger wollen sich damit nicht zufrieden geben. Sie versuchen spontan eine Mitgliederversammlung auf die Beine zu stellen.

Castrop-rauxel.. UPDATE: 19.20 Uhr:

Weit über 100 Bürger, die bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins mit dabei sein wollten, geben nach der plötzlichen Absage des Termins durch die Vorsitzende Roswitha Heise nicht klein bei. Sie probieren gerade, eine besonders einzuberufende Mitgliederversammlung bei Callenberg auf die Beine zu stellen. Mit dem einzigen Punkt: Misstrauensantrag gegen den Vorstand. Zum Nachteil des Vereins, wie eben vor Ort bekannt wurde. Vor der Tür der Gaststätte hatte das gleiche Schild gestanden, das auch auf der Homepage des Vereins veröffentlicht worden war.


Ursprungsmeldung:

Auf der Facebook-Seite des Tierheims steht lediglich: "Sehr geehrte Vereinsmitglieder, wir richten uns über diese Plattform an Sie/euch. Unsere heutige Jahreshauptversammlung findet NICHT statt! Wir bitten um Verständnis!" Kommentare, so heißt es weiter, könnten unter diesem Post nicht zugelassen werden. Bei Rückfragen solle eine persönliche Nachricht verschickt werden.

Seit diese kurze Erklärung auf Facebook und auf der Homepage des Tierheims aufgetaucht ist, wird sie heftig diskutiert. Möglich ist, dass dem noch aktuellen Vorstand um Roswitha Heise am Freitag eine einstweilige Verfügung zugestellt worden ist. Diese beinhaltet, so heißt es, dass Nils Bettinger vom "Team Tierschutz" - der selbst ernannten Alternative zum amtierenden Vorstand - als Vereinsmitglied aufgenommen werden muss.

Machtkämpfe innerhalb des Vorstandes

Seit Monaten tobt hinter den Tierheim-Kulissen ein Streit: Unter anderem wird Noch-Chefin Roswitha Heise "diktatorisches Verhalten" von ehemaligen Mitstreiterinnen vorgeworfen. Mit-Auslöser der Machtkämpfe war die Frage, wir das chronisch klamme Tierheim mit einer Spende über 250.000 Euro umgehen und wofür das Geld eingesetzt werden soll.