"Tag des Sports" soll Flüchtlingen helfen

Bei der ersten Auflage des Tags des Sports am Sonntag, 26. April, auf dem Ickerner Marktplatz, will der Verein Mein Ickern für Unterstützung von Flüchtlingen werben. Der Verein will Spenden sammeln, um die Neubürger zu unterstützen. Spenden müssen aber nicht zwingend Bargeld sein. Es gibt verschiedene Ideen.

Ickern.. Der Vorsitzende des Vereins "Mein Ickern" Marc Frese hat Kontakt zu Patrick Hübner, dem Geschäftsführer des VfR Rauxel, aufgenommen. Denn auch die Rauxeler wollen mithelfen, damit sich die Flüchtlinge, die demnächst an der Vördestraße wohnen werden, schnell einleben. "Das ist wirklich ganz praktische Hilfe", berichtet Frese.

Der Sportplatz sei ja ganz in der Nachbarschaft. Die Sportler hätten angeregt, in der Küche im Vereinsheim miteinander zu kochen. Auch eine Flüchtlingsmannschaft sei im Gespräch. Und weil die Ickerner am Sonntag mit viel Zulauf rechnen und selbst Migration und Integration auf ihre Fahnen geschrieben haben, bitten sie um Spenden für Flüchtlinge.

Gut erhaltene Trikots oder Tischtennis-Schläger

Es geht aber nicht nur um Geld: "Das können gut erhaltene Trikots genauso sein wie Tischtennis-Schläger, Federball-Schläger oder Ähnliches", ergänzt Martina Plum von "Mein Ickern". Die Spenden können ab 11 Uhr an den Ständen abgegeben werden. Später soll es dann noch ein oder zwei zentrale Adressen geben, wo Spenden abgegeben werden können. Über 30 Vereine werden sich am ersten Tag des Sports beteiligen.

"Sport verbindet" ist die Botschaft

"Sport verbindet", verdeutlicht Marc Frese. Überall auf der Welt funktioniere eine Sportart schließlich nach den gleichen Regeln. "So kann die Sprachbarriere sehr gut überwunden werden", erklärt der Ickerner. Auch in Dingen gibt es vorbildliche Bemühungen, diesen Weg einzuschlagen. Der SV Dingen kümmert sich schon seit Monaten um einen jungen Syrer, der an der Harkortstraße wohnt. Der zweite Vorsitzende Klaus Holzner betont: "Spieler der Mannschaften haben für den jungen Mann gesammelt, um Fußballschuhe und Kleidung zu ermöglichen."

Hier gelte der Dank des Vorstands den Spielern für die problemlose Integration. Zu den Trainingszeiten werde der junge Mann von Mannschaftskollegen abgeholt und danach wieder zurück in die Unterkunft gebracht. Mittlerweile hat es der SV Dingen auch erreicht, dass der junge Mann eine Spielberechtigung hat.

Treffen der Helfer-Facebook-Gruppe "Refugees - Welcome to Castrop-Rauxel"
Bei der Facebook-Gruppe "Refugees - Welcome to Castrop-Rauxel" ist für Sonntag, 26. April, um 18 Uhr ein User-Treffen angesagt. Damit sich die Unterstützer persönlich kennen lernen und Erfahrungen austauschen können. Der Ort steht noch nicht fest. Die direkte praktische Hilfe bei Möbelbeschaffung, Wohnungseinrichtung, Transport und Co. läuft. "Erfolgsmeldungen sind da", sagt Gruppengründer Jürgen Kahl erfreut.