Krankenhausärzte
Suchen und finden
31.07.2009 | 18:13 Uhr 2009-07-31T18:13:00+0200
Ärztemangel, Abwanderung ins Ausland – auch in Castrop-Rauxel ein Problem?
Eins ist sicher: St. Rochus-Hospital und Evangelisches Krankenhaus (EvK) müssen sich mehr als früher um AssistentenNachwuchs bemühen. Für die Krankenhäuser bedeutet das zusätzliche Anstrengungen, für die Medizin-Absolventen beste Auswahlmöglichkeiten bei der Stellensuche.
Dabei ist es mittlerweile für die angehenden Ärzte weniger ein „Suchen” als „gefunden werden”. „Heute muss man nicht mal mehr eine Bewerbung schicken, man wird von den Krankenhäusern gefragt”, weiß Dr. Christian Szymanski, Chefarzt der Inneren Abteilung des St. Rochus-Hospitals. „Gucken sie sich das Deutsche Ärzteblatt mal an, das sieht aus wie ein Telefonbuch. Es melden sich trotzdem nur wenige”, sagt Brunhild Schmalz, stellvertretende Geschäftsführerin des EvK.
„Wie es früher im Chefarzt-Bereich lief, läuft es jetzt auch auf Assistenzarzt-Ebene: Wir stehen als Krankenhaus im Wettbewerb um - erstmal überhaupt - Fachkräfte, und dann natürlich auch die besten”, erklärt Dr. Szymanski. Als Hauptgründe für den Ärztemangel sieht Dr. Szymanski die Abwanderung von Medizinabsolventen ins Ausland oder in die Wirtschaft, aber auch geringe Absolventenzahlen. Allerdings: „Wir kriegen die Abwanderung ins Ausland hier nicht mit, weil wir die Absolventen eben gar nicht zu Gesicht bekommen.” Auch EvK-Geschäftsführerin Brunhild Schmalz sieht die Abwanderung nicht als das größte Problem: „Wichtiger ist sicher, dass viele Kollegen gar nicht am Krankenbett arbeiten möchten, sondern in die Wirtschaft oder die Forschung gehen”, stimmen Verwaltungsdirektor Wilfried Diekmann und Assistenzarzt Lucas Hellwig zu.
Mit welchen Vorteilen umwerben die Krankenhäuser junge Mediziner? „Seit 1. Juli haben wir in der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft einen eigenen Arzttarif, der eine bessere Bezahlung vorsieht”, weiß Brunhild Schmalz. „Um den Assistenzärzten gute Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten, ist ein breites fachliches Spektrum wichtig”, sagt Wilfried Diekmann. „Ab 1. August sind wir außerdem ein akademisches Lehrkrankenhaus. Das heißt, Studenten machen zum Ende ihres Studiums ihr Praktisches Jahr in unserem Krankenhaus. Wir hoffen, in dieser Zeit können sie einen guten Eindruck von unserem Haus gewinnen und suchen danach auch ihren Arbeitsplatz aus.”
Dr. Szymanski vom St. Rochus-Hospital setzt ebenso auf gute Ausbildungsmöglichkeiten für seine Assistenten, und: „Wir können mit Bezahlung, Eigenverantwortung und der Umsetzung eines geregelten Arbeitszeitmodells punkten.” Außerdem ist ihm eine Zusammenarbeit ohne übermäßig strenge Hierarchien wichtig: „Ich arbeite gerne als Teamplayer. Ich hoffe, meinen Assistenten nicht zuletzt dadurch einen guten Arbeitsplatz bieten zu können.”
Beide Krankenhäuser haben zusätzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Ärztlichen Verein geschlossen, der einen Ausbildungsaustausch zwischen Praxis und Krankenhaus für die beschäftigten Assistenärzte ermöglicht.
13:42
Nein, Pflegestellen werden verkuerzt um mehr unproduktive Papierschieber einzustellen. Das sollte schoen langsam dem Duemmsten einleuchten, dass kein Arzt mit solch einer langen Ausbildung und Verantwortung fuer einen Hungerlohn auf die Dauer arbeiten wird. Wenn man nicht einsieht, dass gutes Personal kostet, dann muss man eben bald einen Drittweltservice in Kauf nehmen. Da haben sich die ganzen Neider dann selbst ans Bein gepinkelt. :-)))
18:46
das es ausreichend Ärzte in den Krankenhäusern geben muss steht ganz außer Frage.
Aber was ist mit Den Pflegestellen die werden weiter gekürzt , aus Kostengründen.
ekürzt um den Ärzten mehr bezahlen zu können???
Irgendetwas läuft hier falsch!!!!