Stimmzettel müssen neu gedruckt werden
16.08.2009 | 07:00 Uhr 2009-08-16T07:00:00+0200Der Kreis macht jetzt keine halben Sachen mehr: Über 600 000 Stimmzettel – mehr als die Hälfte der Gesamtzahl – für die Kreistags- und Landratswahl am 30. August werden neu gedruckt.
Das entschied Kreiswahlleiter Roland Butz am Freitag, nachdem eine Überprüfung aller Formulare weitere Fehler bei Namen und Straßenbezeichnungen offenbart hatte. Butz: „Auch wenn es sich um Fehler handelt, die nicht als Verstoß gegen Wahlgesetze zu werten sind, wollen wir jeden Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kommunalwahl ausräumen.”
Betroffen sind die Kreiswahlbezirke 1, 6, 7, 8, 9, 10, 26, 31 und 33 in den Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herten, Haltern am See und Waltrop. Neu gedruckt werden nach Angaben des Kreises 124 480 Stimmzettel für die Kreistagswahl und sogar 512 500 für die Wahl des Landrats, auf denen hinter der Parteibezeichnung für Die Linke ein Punkt zu viel steht.
Die Druckaktion kostet 13 500 Euro, die der Kreis über seine Eigenschadenversicherung geltend machen will.
Die Entscheidung zum Neudruck traf der Kreis in Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster. Um zu verhindern, dass die neuen Formulare erneut Fehler aufweisen, sollen sie intensiv kontrolliert werden. Erst dann sollen die Stimmzettel an die Städte ausgeliefert und an Briefwähler weitergegeben werden.
Bei der seit etwa zwei Wochen laufenden Briefwahl waren nacheinander mehrere Pannen entdeckt worden. ezn
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