Stillstand am Bau
16.02.2010 | 17:33 Uhr 2010-02-16T17:33:00+0100
Castrop-Rauxel. Seit Wochen ruht die Arbeit auf den Außenbaustellen. Bevor es hier weitergeht, brauchte es eine Woche ohne Frost.
„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche . . .” – von wegen. Aber der olle Goethe war ja auch zu Ostern auf Spaziergang. Das lässt hoffen, beispielsweise die Frauen und Männer vom Bau, die zum größten Teil seit Wochen schon eine Zwangspause einlegen müssen.
Etwa auf der Großbaustelle an der Kreuzung Habinghorster-/Ohm-/Siemensstraße, wo die neue Klöcknerstraße an die Bundesstraße angebunden wird. Seit fünf Wochen ruht hier nun schon die Arbeit, von kurzen Unterbrechungen einmal abgesehen. „Wir müssten die Randsteine und die Fundamente für die Ampelmasten setzen, bei dem Frost aber geht das nicht”, sagt Bauleiterin Marion Stirnberg (EUV) resigniert.
Keiner weiß, wie es mit dem Wetter weitergeht. Zwar verhießen ungewohnte Sonnenstrahlen am gestrigen Dienstag schon einmal einen leisen Hauch von Frühling, folgt man jedoch den Meteorologen, dann geht das mit dem Winter noch ein Weilchen so weiter. Tagsüber sollen die Temperaturen zwar über Null klettern, dafür bleibt es nachts bitterkalt.
Und dabei brauchte es gut eine Woche andauernde Plusgrade, bis der Frost halbwegs aus dem Boden verschwunden ist. Für den Bau gut, für alle anderen schlecht: „Am besten wäre starker Regen”, sagt Marion Stirnberg, steht aber mit ihrem Wunsch so ziemlich allein.
Betriebsruhe herrscht bei dem Wetter natürlich auch auf der größten Baustelle der Stadt, am neuen Emscherdüker unter dem Rhein-Herne-Kanal. Vom Eise befreit ist allerdings die Emscher und das ist kein Wunder. Wegen der überwiegend warmen Abwasser kann der Fluss praktisch nicht zufrieren.
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