Stadtspitze und Wirtschaftsförderung bekunden großes Interesse an Ikea
22.02.2012 | 18:16 Uhr 2012-02-22T18:16:00+0100
Castrop-Rauxel. Das schwedische Möbelhaus Ikea ist auf Expansionskurs und deshalb auf der Suche nach neuen Standorten für weitere Filialen. Gesucht wird entlag der Trasse der A 42, und deshalb auch in Castrop-Rauxel.
Irgendwo entlang der Autobahn 42 soll es geschehen. Das schwedische Unternehmen Ikea ist aktuell auf der Suche nach attraktiven neuen Standorten für weitere Möbelhäuser. Natürlich fiel der Blick der Schweden dabei auch auf Castrop-Rauxel. Erste Gespräche mit der Stadtspitze und der Wirtschaftsförderung haben bereits vor Wochen stattgefunden.
Ja, Ikea sei auf Expansions-Kurs und habe dabei Flächen nahe der A 42 im Visier, bestätigte Simone Settergren in ihrer Eigenschaft als Pressesprecherin für Ikea Deutschland. In der Tat sei es so, dass man derzeit viele Möglichkeiten prüfe, unter anderem eben auch einige Standorte in Castrop-Rauxel. Ganz klar sei die Europastadt aber nur eine von „vielen Optionen“ auf der Route entlang der A 42. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, weder für noch gegen einen Standort in Castrop-Rauxel. Man sei noch ganz am Anfang der Überlegung, so Settergren, und mit einer Umsetzung der Bau-Pläne für ein neues schwedisches Möbelhaus sei auch frühestens in vier bis sechs Jahre zu rechnen.
So viel war aus der Pressestelle von Ikea Deutschland in Hofheim am Taunus zu vernehmen. Etwas mehr ins Detail geht da schon der Flächenentwickler, der im Auftrag der Schweden auf der Suche nach möglichen Standorten im Ruhrgebiet ist. Drei mögliche Flächen – am Westring, auf dem Gelände des ehemaligen Eon-Kraftwerkes und die Freifläche zwischen A 42 und B 235 genau gegenüber vom Haus der Wirtschaft – seien von der Stadt benannt worden. Bei Ikea seien die Optionen in der Europastadt auf großes Interesse gestoßen, betonte der Planer. Vor allem, was die Freifläche gegenüber vom Haus der Wirtschaft angeht, die in der Stadt auch als „Xcape-Fläche“ bekannt ist. Die Gespräche mit der Stadtspitze und der Wirtschaftsförderung, so der Flächenentwickler weiter, seien bisher in einem äußerst positiven Klima verlaufen, man bewerte die Situation als sehr positiv.
Bürgermeister interessiert
Das bestätigt auch Bürgermeister Johannes Beisenherz, der im Gespräch mit unserer Redaktion großes Interesse daran bekundet, den schwedischen Möbel-Riesen nach Castrop-Rauxel zu holen. „400 Arbeitsplätze und eine Gewerbesteuereinnahme von einer Million Euro im Jahr, da kann man doch gar nicht abgeneigt sein“, erklärte Beisenherz. Selbst, wenn man sich nicht in einer finanziell so desolaten Lage wie die Europastadt befinden würde. Die drei möglichen Ansiedlungs-Flächen, die Castrop den Schweden anbieten könnte, bestätigte er ebenfalls. Auch direkt verbunden mit dem Hinweis, das das Areal am Westring wohl zu klein, das Kraftwerks-Gelände etwas zu abseits der 42 liege.
Bleibt also die sogenannte Xcape-Fläche. Ein in der Stadt eher schwieriges Thema. Vor über zehn Jahren gab es schon einmal große Pläne für dieses Areal gleich neben dem EvK. Doch aus der Ansiedlung einer Skihalle nebst Shopping-Möglichkeiten wurde nichts. Danach sollte die Fläche, wohl vor allem auf Drängen der Grünen, Freifläche bleiben.
Unter Naturschutz, so Beisenherz, stehe das Areal aber nicht. Und es bleibe dabei, das aktuelle Interesse an Ikea sei groß.
Weitere Entscheidungen, so war zu vernehmen, sollen schon im März anstehen.
16:42
Wir werden sehen.........
Ich warte ab, um meine These zu bestätigen muss nur Zeit ins Land gehen.
11:26
hallo "Ex-Leser", wenn blau/gelb, dass muss es ja nicht überall EDEKA heißen. Es gibt keine Anwohner, denen hier ein Gebäude vor ihre Nase gesetzt werden würde.
"Die Verantwortlichen in Castrop" waren zur Planungszeit ums Xcape ganz andere als heute. Sowohl in der Stadt-Spitze, als auch in den Unterabteilungen. Eigentlich sollten Sie hier jetzt das vorletzte Wort haben und dann die Stadtverwaltung
10:43
Und das Ding sollte doch Xscape heißen.
10:40
Es gab damals div. Gegenwind für das Xcape-Projekt.
Das fing bei den Anwohnern an, ging über den Einzelhandel, bis hin zu den Nachbarstädten.
Es wurde lang und breit darüber gestritten, ob, wie viel Einzelhandelsfläche dem Xcape zugesprochen werden sollte usw.
Und als das Projekt in Castrop vor dem Aus stand, hat Herne eine Fläche in der Nähe vom Augsburger angeboten. Jedoch war das Projekt da schon für die Investoren gestorben.
Die Verantworltichen in Castrop haben numal das Talent mit sämtlichen hin und her, Investoren zu vergraulen.
Mich wundert ja, daß sich Media-Markt ansiedeln konnte, da gab es ja wohl auch unteranderem Gegenwind von z.B. dem ollen redzac-Laden der in der Innenstadt angesiedelt war.
Wetten daß ! Ostermann in Recklinghausen moppern wird, der Restposten-Laden am Real sich melden wird.
Und die Anwohner mal gar nicht einverstanden sind, mit dem erhöhten Verkersaufkommen und den blaugelben Kasten, welchen man ihn vor die Nase setzen würde.
19:29
Es hat auch bei der Planung "Xcape" in der direkten Anwohnerschaft keine Interessengemeinschaft dagegen gegeben. Es gab eine Interessengemeinschaft gemeinsam mit der Stadt Cas, dem Investor u. den direkten Anwohnern. Allerdings scheiterte das damalige Projekt an einer "Ehekrise und Luftnot" der Investorengemeinschaft.
Xcape ist dann auch nicht in die Nachbarstadt abgewandert u. hat sich dort angesiedelt. Anwohner des Geländes gibt es in dem Sinne eh nicht. Das Gelände ist nicht von Menschen besiedelt. Die Lage an der B 235/Bereich Rathaus/Europahalle/Stadthalle u.s.w. ist geeignet. Sollten Interessen in der näheren Umgebung seitens der Anwohner entstehen, werden die sich einbringen lassen ohne das Augenmaß zu verlieren
13:59
@fiddi:
Wer nur Vorteile für alle Beteiligten sieht, hat erfahrungsgemäß (und nicht auf diesen Fall begrenzt) nicht alle Aspekte berücksichtigt. Ich persönlich kenne das angesprochene Gelände nicht und würde auch ein solches Möbelhaus in Castrop nicht besuchen (für mich ist die bekannte Filiale in Dortmund näher). Daher kann ich mir keine wirkliche Meinung bilden.
Es bringt aber für beteiligte Anwohner sicherlich auch Nachteile mit sich (z. B. erhöhtes Verkehrsaufkommen).
Es sind halt nicht immer nur wirtschaftliche Interessen, welche die Vor- und Nachteile bestimmen.
Ansonsten denke ich allerdings auch, dass vermutlich die Ansiedelung für die Stadt zu befürworten sein sollte.
09:50
Ja ne is klar.
Dann wird es doch mal Zeit, daß die Anwohner des Geländes mal fix eine Interessen-Gemeinschaft bilden.
Die gab es ja schon zu X-Scape-Planungszeit.
Des Weiteren müssen dann sämtliche in Castrop schon vorhandenen Möbelhäuser auf die Barikaden gehen.
Und natürlich müssen die umliegenden Städte auch noch Einfluß nehmen.
Das macht man dann lange genug, bis der Investor abspringt.
Dann kommen natürlich umliegende Städte wie damals Herne und bieten dem Investor Flächen an der Stadgrenze an.
Die haben dann aber schon die "Schn.... voll " und investieren entweder woanders oder gar nicht.
Hallo Ex-Leser,
Anwohner der Xcape-Fläche gibt es nicht. Die Fläche ist von Menschen unbewohnt. Eine Interessengruppe gegen Xcape ist mir nicht bekannt. Es gab jedoch eine Interessengruppe, die mit der Stadt u mit Xcape einvernehmlich verhandelte. Und nicht zuletzt: Xcape ist nicht in die Nachbarschaft abgewandert. Die Investorenehe kriselte und die Investoren zeigten sich kurzatmig.
07:16
Die sogenannte Xcape-Fläche wäre ein idealer Standort für IKEA. Herzlich willkommen in Castrop-Rauxel. Ich sehe nur Vorteile für alle Beteiligten.