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Aus der Stadtverwaltung

Stadtbeamte trinken nur noch fair gehandelten Kaffee

24.06.2009 | 17:22 Uhr

Castrop-Rauxel kann sich mit einem Titel mehr brüsten: Die Europastadt wird „Fairtrade-Stadt”.

Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss gestern folgenden Tagesordnungspunkt: „Bewerbung der Stadt Castrop-Rauxel als Fairtrade-Stadt im Rahmen der Internationalen Kampagne „Fairtrade-Städte” von Transfair”. Will heißen: Die Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran und schenkt bei allen Rats- und Ausschusssitzungen sowie im Büro des Bürgermeisters nur noch Kaffee aus fairem Handel aus.

Und damit ist es noch nicht getan: Auch ein weiteres fair gehandeltes Produkt soll verwendet werden (ob es sich dabei um fair gehandelte Schokolade oder Bananen handelt, wurde bis Redaktionsschluss nicht bestätigt).

Bereits London, Rom, Brüssel und Kopenhagen dürfen sich „Fairtrade-Town” nennen, einen Titel, den der Verein TransFair verleiht. Nun müssen die Castrop-Rauxeler noch weitere Kriterien erfüllen, etwa eine Gruppe bilden, die sich darum kümmert, dass der faire Handel in der Stadt sichtbar wird. Zwar gibt es viele Bioläden und Reformhäuser, die fair gehandelte Produkte verkaufen, in der Gastronomie werden diese jedoch selten angeboten.

„Fair-trade” steht für eine gerechtere Gestaltung des Welthandels. Die Produkte, etwa Tee oder Bananen, werden zu einem Preis über Weltmarktniveau verkauft, dafür erhalten die Produzenten den fairen Preis.

Susanne Schild

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