Stadt: "Am Hasenwinkel sind Nutzgärten möglich"

Nachdem Blei im Boden unter dem künftigen Neubaugebiet Am Hasenwinkel im Castrop-Rauxeler Stadtteil Schwerin gefunden worden war, herrschte Irritation: Ist das gefährlich - beispielsweise wenn die späteren Bewohner Obst und Gemüse anbauen wollen? Die Stadt versteht die Aufregung nicht ganz.

Castrop-rauxel.. "Wenn Ulrich Häpke den geotechnischen Bericht genau gelesen haben sollte, dann hat er auf jeden Fall zu kurz gelesen", kommentierte Planungs- und Bauordnungsamtschef Philipp Röhnert im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der sachkundige Bürger von den Linken hatte aus dem Ergebnis einer Boden-Analyse zitiert, die Bleibelastung sei für die "Nutzung als Wohngebiet mit Ziergärten" unbedenklich - und die Frage aufgeworfen, wie es bei Nutzgärten aussehe.

Laut Röhnert stehe die Antwort in dem Satz, der vor dem von Ulrich zitierten steht: "In der Mischprobe wurden keine Schwermetallgehalte festgestellt, von denen sich ein Gefährdungspotenzial für eine Nutzung als Hausgärten ableiten lässt, da die in der Bodenschutzverordnung genannten Prüfwerte eingehalten werden."

Keine Gefährdung

Insofern könne keine Rede davon sein, dass Nutzgärten auf dem ehemaligen Zechengrundstück nicht möglich seien, so Röhnert. Lediglich bei einer Probe seien Überschreitungen festgestellt worden, das sei zwar nicht schön, aber auch nicht etwa gefährdend. Die am Dienstagabend im Umweltausschuss ausgesprochene Bitte, sich mit dem Kreis abzustimmen, hat Röhnert durch ein Gespräch mit dem Gutachter ersetzt. "Ich habe mit dem Gutachter gesprochen, ob es Absicht war oder ein Missverständnis", verdeutlichte Röhnert.

Im Übrigen sei es so, dass für die einzelnen Bauvorhaben von Grundstückserwerbern die Dinge individuell geklärt werden müssten. Im Umweltausschuss hatte Ulrich Häpke sich für die Partei Die Linke an dem Satz gerieben: "Im Hinblick auf die Nutzung als Wohngebiet mit Ziergärten sind die Analyseergebnisse als unbedenklich einzustufen.