SPD Obercastrop plädiert für Rückhaltebecken

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an den 20. Juni 2013. Damals standen Teile Obercastrops nach Starkregen komplett unter Wasser. Damit das nicht noch einmal passiert, fordert die SPD Obercastrop Mitte ein Rückhaltebecken südlich der Bornstraße.

Obercastrop.. Gut zwei Jahre ist es jetzt her, als die meisten Castrop-Rauxeler in den Mittagsstunden des 20. Juni 2013 am eigenen Leibe erfuhren, was ein Starkregen anrichten kann. Um eine solche Sintflut künftig zu vermeiden, soll nach dem Willen der SPD Obercastrop endlich ein seit langem geplanter Hochwasserschutz realisiert werden: Das Rückhaltebecken vor der Verrohrung des Obercastroper Baches südlich der Bornstraße.

Eine entsprechende Forderung erhob der Ortsvereinsvorsitzende Daniel Molloisch am Mittwochabend auf einer Mitgliederversammlung:"Wir brauchen es jetzt. Wir müssen uns in den nächsten Monaten für ein für Obercastrop wichtiges Projekt stark machen."

Ohne ein solches Projekt, so Molloisch weiter, könne Obercastrop vor künftigen Flutwellen bei Starkregen nicht geschützt werden. "Natürlich machen wir auch beim Klimaschutz weiter, aber wir müssen uns auch den Dingen anpassen, die wir nicht mehr ändern können", erklärte der Ratsherr.

Laut EUV-Chef Michael Werner hat die Stadtverwaltung das Hochwasserrückhaltebecken (HWR) Bornstraße "ganz aktuell auf dem Schirm". Ob die Obercastroper mit ihren Wünschen nach dem neuen Fördertopf tatsächlich zum Zuge kämen, sei aber noch offen. "Jeder hat Begehrlichkeiten und am Ende des Tages muss man entscheiden, was die größte Priorität hat", sagte Werner.

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Die Ursache: Als Grund für die Überschwemmungen, die über den Stadtgarten hinweg gehen, bis sie ihren tiefsten Punkt im Bereich des Viehmarktes erreichen, machte Molloisch die Topografie Obercastrops aus sowie die urbane Verdichtung in den vergangenen 80 Jahren.Zwischen Bövinghauser Hellweg (133 Meter) und dem Altstadtniveau (68 Meter) herrscht ein Höhenunterschied von 65 Metern.