Das aktuelle Wetter Castrop-Rauxel 7°C
Politik

SPD erklärt sich solidarisch mit Opel-Mitarbeitern

17.12.2012 | 18:14 Uhr
SPD erklärt sich solidarisch mit Opel-Mitarbeitern

Castrop-Rauxel. Die Mitglieder vom SPD Stadtverband Castrop-Rauxel erklären sich solidarisch mit den Opel-Beschäftigten in Bochum. In einer entsprechenden Resolution fordert die SPD die Konzernspitze in Detroit auf, alles zu unternehmen, dass auch nach dem Jahr 2016 in Bochum Fahrzeuge auf Rädern gefertigt werden. Die Belegschaften hat es nicht verdient, nach 50 Jahren Automobilbau so behandelt zu werden.

Mit Empörung und Entsetzen haben die Sozialdemokraten die Einstellung der Fahrzeugproduktion in Bochum zur Kenntnis genommen. Die Schließung sei sei eine Katastrophe auch für die Stadt Castrop-Rauxel.

„Sollte es tatsächlich so kommen, dass bei Opel in Bochum nur noch ein kleiner Teil und die Komponentenfertigung verbleibt, verlieren rund 300 Castrop-Rauxeler und 800 Opel-Beschäftigte aus der Emscher-Lippe-Region ihren Arbeitsplatz. Dies stellt einen erneuten Aderlass für die Industrie im ohnehin arg gebeutelten Ruhrgebiet dar“, so der SPD Stadtverbandsvorsitzende Rajko Kravanja. Es sei geradezu fahrlässig, dass Opel eines seiner effektivsten Werke schließen wolle. Und ärgerlich zudem, wie General Motors mit den Beschäftigten umgeht. „Ohne jede Kenntnis vor Ort lassen sie erst die gesamte Belegschaft jahrelang zittern, um dann trotz aller Verhandlungen und Zugeständnisse mal eben kurz vor Weihnachten zu verkünden, das Werk aufzugeben – gerade zu einem Zeitpunkt, als die Mitarbeiter berechtigt neue Hoffnung für ihren Standort geschöpft haben“, erklärt Kravanja.

Der Belegschaft und dem Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel, der sich trotz der jetzt verkündeten Schließungspläne optimistisch zeigte, dass auch über das Jahr 2016 hinaus Autos in Bochum gebaut werden, sichert der SPD Stadtverband seine volle Solidarität und Unterstützung zu.

„Wir werden mit den Opelanern gemeinsam für den Werkerhalt kämpfen. Es geht nicht nur um 4.000 Arbeitsplätze in Bochum, sondern um die Zukunft der umliegenden Städte und der ganzen Region“, heißt es in der Resolution.



Kommentare
Aus dem Ressort
Neuer Betreiber für Bordell in Castrop-Rauxel
An der Auffahrt zur A42
Alles neu im Bordell an der Auffahrt zur A42 in Castrop-Rauxel. Die Amnesia Saunabetriebs GmbH, die seit 2005 am Standort Westring 233a war, hat ihre Segel gestrichen. Auch die entsprechende Homepage ist bereits gelöscht. Aber: Es wird einen neuen Betreiber geben, erklärte Eigentümer Heinz Pfau am...
So viele Menschen kommen in die Castroper Altstadt
IHK zählt Passanten
Der boomende Internethandel hier, große Einkaufszentren dort. Trotzdem ist die Castroper Altstadt immer noch gut besucht. Das hat die IHK bei einer Passantenzählung herausgefunden. Wir zeigen und erklären die Ergebnisse.
Viktualienmarkt lockte tausende Besucher in die City
Strahlender Sonnenschein
Rappelvolle Fußgängerzone, hochzufriedene Händler: Der verkaufsoffene Sonntag am letzten Tag des Viktualienmarktes in Castrop war ein Tag der Superlative, was nicht zuletzt an den sommerlichen Temperaturen lag. Tausende Castrop-Rauxeler waren mit ihren Familien in die City gekommen.
Priester aus Castrop-Rauxel predigte im ZDF
Fernsehgottesdienst
Der aus Castrop-Rauxel stammende Geistliche Nils Petrat, derzeit Studierendenpfarrer in Paderborn, hat am Sonntag zusammen mit dem Rektor der dortigen Katholischen Universität den ZDF-Fernsehgottesdienst zelebriert. Hier geht es auch zum Video.
Jugendliche setzen sich mit Judentum auseinander
Bildungsreise nach Berlin
Sie sprechen vom Shabbat, von koscherem Essen oder von der Bar-Mitzwa-Feier: In Berlin befassten sich Jugendliche aus der Region mit der deutsch-jüdischen Geschichte. Zu der speziellen bildungspolitschen Fahrt hatte sie der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe eingeladen. Hier gibt es Fotos und...
Fotos und Videos
So sah die Spielzeugausgabe bei der Aktion Kuscheltonne aus
Bildgalerie
Fotostrecke
Der Castroper Viktualienmarkt 2014
Bildgalerie
Fotostrecke