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Finanzen

Sorge ums Geld hält sich in Grenzen

10.08.2011 | 23:30 Uhr
Sorge ums Geld hält sich in Grenzen
Anleger müssen sich nicht vor dem Verlust ihres Erspartem fürchen Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel.Die weltweit schwankenden Börsenkurse haben in Castrop-Rauxel einige Bankkunden verunsichert. Sie suchen derzeit häufiger als sonst das Gespräch mit dem Bankberater ihres Vertrauens.

„Es gibt erhöhten Gesprächsbedarf“, sagt Rainer Kruck, Direktor der Sparkasse. Mehr Kunden als zur Ferienzeit üblich strömten in die Filiale. Doch von Panik sei nichts zu spüren. „Die meisten sind sich bewusst, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt und können damit umgehen“, erklärt der Bankier. Von überstürzten Wertpapierverkäufen rät der Finanzfachmann ohnehin ab. Auch die Flucht mancher Anleger zum Gold als Investition sieht er kritisch. „Die Chance auf einen Wertverlust ist derzeit immens“, betont Kruck.

Bei Investitionen Ruhe bewahren

Vielmehr sei es ratsam, die Ruhe zu bewahren und generell die eigenen Wertpapiere unter die Lupe zu nehmen. „Individuell ist das bei jedem unterschiedlich“, so der Bankdirektor. Es gelte zu schauen, ob sich die Grundlagen geändert haben oder der Mix der Anlagen ausgewogener sein sollte. Und Geduld ist gefragt. „Fünf bis zehn Jahre sollte der Kunde mitbringen“, erklärt Kruck. In dieser Zeit müsse er auch Kursschwankungen in Kauf nehmen. Langfristig lohne sich die Investition jedoch.

Eine ähnliche Sichtweise vertritt Tim Tritter, bei der Volksbank Waltrop zuständig fürs Wertpapiergeschäft. Zwar hat es in den Filialen der Bank auch häufigere Nachfragen gegeben, jedoch seien keine massiven Verkäufe registriert worden, schildert Tritter. „Langfristige Vermögensplanungen werden nicht aufgrund von Kursschwankungen über den Haufen geworfen“, erklärt der Finanzfachmann. Zuletzt setzten die Kunden jedoch häufiger auf Anlagen mit festen Zinsen. „Hohe Sicherheit ist ihnen wichtig“, so der Bankier. Doch auch Besitzern von Aktien macht er Mut: „Wer eine vernünftige Struktur im Depot hat, bei dem bricht jetzt nichts zusammen.“

Stefan Rebein

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