Sofa-Schnäppchen wird für Ickerner zum Mega-Flop

Eine fast unglaubliche Posse erlebt Familie Schwarz aus Ickern zurzeit mit dem Möbelhaus Seats and Sofas. Die Geschichte zieht sich bereits seit 2012 hin - und im Moment ist die Familie um 1500 Euro ärmer. Das einzige, was sie immer noch nicht hat: das gekaufte Sofa.

Castrop-rauxel.. Statt der neuen crmefarbenen Couchgarnitur, die sie gekauft hat, steht seit über sieben Monaten ein abgewetztes Leihsofa im Wohnzimmer.

Der Ärger begann im November 2012 mit einem Ausflug von Bärbel Schwarz (61) und ihrem Mann in die Dortmunder "Seats-and-Sofas"-Filiale im Indupark. "Wir haben eine Couch entdeckt, die uns gefiel, die uns aber mit 3000 Euro viel zu teuer war", erinnert sie sich. "Der Verkäufer hat dann seinen Chef dazu geholt und der hat uns das Sofa für 1500 Euro angeboten." Ein Schnäppchen, dachte das Paar und kaufte es.

Mängel festgestellt - Sofa abgeholt

Nach einem Jahr erhielten sie einen Bescheid, dass das Sofa nun abgeholt werden könne. Schon nach kurzer Zeit fielen ihnen Mängel auf: Die Teile wiesen Höhenunterschiede auf und der Stoff war fleckig. Sie reklamierten die Couch beim Händler in Dortmund.

Es dauerte bis zum Juni 2014, bis etwas geschah: "Seats and Sofas" holte die Couch ab und stellte der Familie ein Leihsofa zur Verfügung. "Dass das nicht nagelneu ist, ist uns klar. Aber das ist schon kaputt, die Füllung kommt an manchen Stellen raus", sagt Dominique Schwarz.

Das Geld gibt es nicht zurück

Immer wieder riefen sie beim Händler an und wollten wissen, wann sie ihr Sofa endlich bekommen. "Jedes Mal hat man uns gesagt, die Couch sei noch beim Hersteller in Polen. Das erzählt man uns jetzt seit sieben Monaten", erzählt Bärbel Schwarz. Mehrere Male waren sie und ihr Mann im Geschäft und haben sich beschwert.

Am Ende wollten sie nur noch ihr Geld zurück. Doch das habe "Seats and Sofas" abgelehnt. Stattdessen seien Versprechungen gemacht worden, die Familie sollte zumindest das Geld für die Fahrten nach Dortmund erstattet bekommen. "Passiert ist bis heute nichts", sagt Bärbel Schwarz.

Unternehmen will "eine gute Lösung finden"

Auf Anfrage unserer Zeitung äußerte sich Elena Salentin, Sprecherin von "Seats and Sofas": Die Ware sei für April 2014 bestellt worden und am 3. April an die Familie übergeben worden. "Ende April musste Herr Schwarz leider eine Reklamation an seinem schönen Sofas melden. Leider ist die Angelegenheit bisher noch nicht abgeschlossen, was wir außerordentlich bedauern. Es ist in unserem Hause nicht üblich, dass unsere Kunden so viel Geduld aufbringen müssen." Das Unternehmen wolle sich laut Salentin nun umgehend mit der Familie in Verbindung setzen und "eine gute Lösung finden".