So war die Eröffnung des Open-Air-Theaters

Die Bühne ist draußen, der Vorhang hat sich gehoben, das dreitägige Open-Air-Theaterspektakel des WLT auf dem Altstadtmarkt ist eröffnet. Das Wetter spielte zwar am Eröffnungstag nicht mit, davon ließen sich aber Crew und Zuschauer nicht die Laune verderben,

Castrop-rauxel.. Dunkle Wolken und vereinzelter Regen begleiteten bis Redaktionsschluss die Aufführung. Davon ließen sich aber weder die Crew auf der Bühne noch die vielfach in Regencapes eingepackten Zuschauer davor so richtig beeindrucken. Spätestens mit der ersten Rock‘n‘Roll-Nummer hatte das Liebesperlen-Ensemble die Gäste gepackt, die fröhlich mitklatschten, mit den Füßen wippten und im Rhythmus der 50er-, 60er- und 70er-Jahre eintauchten.

"Liebesperlen" und "Max und Moritz"

Noch bis zum Sonntag, 21. Juni, packt das Westfälische Landestheater (WLT) die "Bühne raus" auf den Castroper Altstadtmarkt. Abends um 19.30 Uhr gibt es immer die neuen "Liebesperlen" von Heinrich Huber (Musik) und Jürgen Uter (Text), die die Perlen einst in Dortmund erfunden haben. Am Konzept einer musikalischen Revue mit Medleys aus den 50er, 60er und 70er-Jahren hat sich nichts geändert. Der Rest aber hat sich seit 1989 immer wieder gewandelt. Solisten kamen und gingen, Nummern wurden erneuert, auch der Rahmen ist nun wieder ganz neu gegossen, denn für die neue Version spielt die Handlung auf der Cranger Kirmes.

Neu ist das zweite Stück, das das WLT mit auf den Markt bringt. Auch wenn die Geschichte hinlänglich bekannt ist. Denn als Kinderstück bereitet Regisseurin Karin Eppler gerade "Max und Moritz" vor, das am Sonntag, 21. Juni, um 14 Uhr Premiere feiert. "Wir machen daraus kein Lehrstück", versichert Eppler, vielmehr wollen sie und ihre Ausstatterin Annette Wolf die vor 150 Jahren erschienene Wilhelm-Busch-Geschichte ganz farbig, wild und anarchisch erzählen. "Wir wollen die kindliche Lust am Streichspielen herausstellen, am Quatsch machen. Zugleich erhalten wir aber die wunderbar alte, gereimte Sprache. Denn was wirklich gut ist, muss man nicht neu erfinden", so Karin Eppler.