So rollt die Hilfe für Flüchtlinge in Castrop-Rauxel an

"Wir wollen direkt und ganz konkret helfen" ist das Credo der neuen Facebook-Gruppe "Refugees welcome to Castrop-Rauxel". Einige Mitglieder trafen sich nun mit Vertretern der Stadt, der Caritas und einigen syrischen Flüchtlingen. Wie man sich organisieren will und wann das nächste Treffen ansteht, erfahren sie hier.

Castrop-rauxel.. Wie die Unterstützung für die Flüchtlinge am besten organisiert werden kann, stand im Mittelpunkt eines von den Linken initiierten Gesprächs im Bürgerhaus. Mit dabei waren

  • einige Mitglieder der im Aufbau befindlichen neuen Facebook-Gruppe "Refugees welcome to Castrop-Rauxel"
  • Astrid Dähnke für die Stadtteilmütter und -väter der Caritas, die sich um die Flüchtlinge kümmern
  • einige syrische Flüchtlinge
  • und die beiden städtischen Mitarbeiter Susanne Köhler und Silvio Ströver.

Köhler verstärkt seit Januar das Team der Fachstelle Asyl, Obdachlose und Aussiedler. Ströver ist seit dem 1. April vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen und der damit verbundenen Problematik bei der Stadt angestellt.

Wie ein roter Faden zogen sich die Themen Logistik und Information durch die über zweistündige Diskussion. Jürgen Kahl, der die Facebook-Gruppe ins Leben gerufen hat, verdeutlichte: "Wir wollen direkt und ganz konkret helfen." Etwa beim Transport von Möbeln, beim Renovieren von Wohnungen, bei Einladungen zum Fußballspielen. Auf rund 150 Mitglieder ist die Gruppe inzwischen gewachsen.

Auch Linken-Fraktionschef Ingo Boxhammer geht es um die praktische Hilfe: "Aber wir wollen verhindern, dass es sechs Mal um die Bitte geht, einen Nagel in die Wand zu schlagen", erklärte er.

Koordinierung über städtische Mitarbeiter

Die Koordinierung der Hilfe soll in erster Linie über die städtischen Mitarbeiter laufen. Ströver: "Aber wir wären auch dankbar, wenn es vielleicht einen Juristen in der Gruppe gibt, der helfen kann." Oder jemanden mit Zeit, der die Flüchtlinge etwa beim Gang zum Anwalt begleiten könne.

Patenschaften, das stellte sich an dem Abend heraus, sind wohl die wichtigste Aufgabe und das Mittel, um den Flüchtlingen zu helfen. "Soziale Kontakte sind das A und O, Möbel-Beschaffung ist sekundär", so Boxhammer.

Nächstes Treffen im Mai

Meinolf Finke von den Linken drängte darauf, dass die Harkortschule für die Sprachkurse geöffnet wird. Das erspare den Beteiligten viel Fahrerei, liege sie doch in der Nachbarschaft der Harkortstraße und der Quartiere der meisten Flüchtlinge. Finke: "Wir warten begierig darauf, dass die Harkortschule geöffnet wird." Die Angst um die Familie und vor einer drohenden Abschiebung, das sind die Probleme, die die Flüchtlinge am meisten umtreiben.

Am Dienstag, 26. Mai, um 19 Uhr wird es das nächste Treffen im Bürgerhaus geben. Bestimmt mit Beispielen konkreter Hilfe.