Schlägerei statt Liebes-Dreier: 30-Jähriger verurteilt

Alkohol im Blut und die Hormone so richtig in Wallung: Nach einer Partyschlägerei ist ein 30-jähriger Schlosser aus Castrop-Rauxel am Amtsgericht Recklinghausen verurteilt worden. Er hatte einem Mitbewerber um einen spontanen Liebes-Dreier eine schmerzhafte Abreibung verpasst.

Castrop-rauxel.. Bei der Prügelei vor einem Haus in Recklinghauen-Süd am 6. April 2014 waren offenbar vor allem Testosteronwerte im Spitzenbereich im Spiel. Sowohl der Täter als auch das spätere Opfer waren Gäste auf einer Geburtstagsfeier in einem Partykeller. Erst wurde gemeinsam getrunken, getanzt und gefeiert.

Nachdem dann irgendwann weit nach Mitternacht die Idee von einem spontanen Bettabenteuer zu dritt mit einem weiblichen Partygast geboren worden war, dauerte es nicht mehr lange - und die zwei betrunkenen Männer wälzten sich prügelnd über den Gehweg.

Erst Witze - dann schlägt die Stimmung um

"Er hat mich immer wieder angestachelt, dass ich das Mädchen jetzt endlich mal fragen soll, ob sie nicht Lust auf einen Dreier hat. Irgendwann ging er mir damit richtig auf die Nerven", erklärte der Mann aus Castrop-Rauxel. Er stritt auch gar nicht ab, dass auch er selbst damals innerlich angefeuert war.

Nachdem die junge Frau die Idee aber abgelehnt hatte, geisterten die Gedanken der zwei Bewerber aber offenbar noch länger um das Dreier-Abenteuer. Anfangs wurde noch gewitzelt und gescherzt. Ein paar Drinks später schlug die Stimmung dann um in Wut und Gewalt. "Auf einmal hieß es: Los alle nach oben. Jetzt geht es Eins gegen Eins. Dann haben sich die beiden draußen gekloppt", erinnerte sich eine Augenzeugin.

Mit dem Kopf gegen die Seite eines Autos gestoßen

Der bereits mehrfach vorbestrafte Angeklagte gab selbst zu, dem 32-Jährigen mehrere Faustschläge verpasst zu haben. Bei der Rangelei stieß das Opfer darüber hinaus mit dem Kopf gegen die Seite eines geparkten Autos. Resultat: eine dicke Beule am Kopf und eine weitere an dem Opel (Schaden 1000 Euro). "Auch das Opfer hat sicher einen zu viel gehabt. Aber das rechtfertigt keinesfalls, dass sie so auf ihn einschlagen", sagte der Richter.

Das Urteil lautet auf Körperverletzung. Der 30-Jährige muss nun eine Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro (60 Tagessätze) zahlen.