Ruhrfestspiele feiern Ende des 2. Weltkrieges

Recklinghausen..  So ganz genau steht noch gar nicht fest, was am 8. Mai um 12 Uhr im Theaterzelt der Ruhrfestspiele über die Bühne gehen wird. Klar aber ist eines: Zusammen mit mehreren Kooperationspartnern feiern die Ruhrfestspiele das Ende des 2. Weltkriegs vor 70 Jahren – und laden ein unter „Freiheit, die wir meinen…“ zur künstlerischen Auseinandersetzung rund um das Thema.

Und da in diesen Tagen dann auch das Kabarettfestival der Ruhrfestspiele laufen wird, hat sich gleich jede Menge Prominenz angesagt. So wollen sich die Kabarettisten bzw. Comedians Fritz Eckenga, René Steinberg und Abdelkarim mit den Werten Freiheit und Demokratie auseinandersetzen, die durch politische Entwicklungen und gesellschaftlichen Wandel bedingten heutigen Herausforderungen thematisieren. Natürlich nicht ohne Augenzwinkern.

Die Poetin Lütfiye Güzel wiederum wird ihren Standpunkt in Gedichten deutlich machen. Ebenfalls dabei: die Gruppe JaSsO. Die jungen Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters werden unter Leitung von Peter Nickel Musik von Glenn Miller spielen. Jazz und Swing waren während des NS-Regimes durch Repressalien wie Rundfunk- und Tanzverbote geächtet.

Schülerinnen und Schüler aus dem Vest kommen auch zu Wort – musikalisch oder mit Textbeiträgen. Aus Wuppertal hat sich die Projektgruppe „Dialog macht Schule“ angesagt.

„Wir hoffen“, so Ruhrfestspiel-Theaterpädagoge Alois Banneyer, „mit dem Programm auch ein breites Publikum zu erreichen – von Jugendlichen beziehungsweise Schülern bis hin zu Zeitzeugen. Und vielleicht kommt es hinterher ja sogar zu einem Austausch untereinander.“

Initiiert wurde die gut einstündige Veranstaltung von den Ruhrfestspielen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, dem Jugendsinfonieorchester und dem ver.di-Bezirk Emscher-Lippe-Nord.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind aber notwendig bei Alois Banneyer unter 02361 918394 oder
banneyer@ ruhrfestspiele.de