Quartett will Landesgartenschau an Emscher holen

Eine Landesgartenschau als fulminantes Finale des Emscher-Umbaus in unserer Region? Noch gibt es dazu keine politischen Beschlüsse, aber hinter den Kulissen gibt es heftige Bemühungen. Herne, Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel haben die Idee, sich gemeinsam für 2020 zu bewerben.

Castrop-rauxel.. Die Emschergenossenschaft hatte bereits im vergangenen Jahr die Idee einer Landesgarten- und Wasserschau im Emschertal publik gemacht. "Ein besseres Wirtschaftsförderungsprogramm für die Stadt und die Region gibt es unserer Meinung nach derzeit nicht", stellt die Freie Wähler Initiative (FWI) aus Castrop-Rauxel fest. Fraktionschef Manfred Postel kündigt an, das Thema in der nächsten Sitzung des städtischen Wirtschaftsausschusses weiter nach vorne bringen zu wollen. "Die Frist für die Bewerbung läuft im September ab", sagt Postel.

Bewerbung als Quartett

Vor einigen Wochen schon einmal hatte sich Emschergenossenschafts-Chef Jochen Stemplewski über eine mögliche gemeinsame Bewerbung Castrop-Rauxels und dreier Nachbarstädte geäußert. Wie Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte, machen sich die Städte Herne, Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel derzeit Gedanken um eine gemeinsame Bewerbung für die Landesgartenschau 2020.

Dies hat das Ziel, dem dann abgeschlossenen Emscher-Umbau nach 30 Jahren Planungs- und Bauzeit eine besondere Plattform zu geben. Bewerbungsfrist ist der 30. September 2015. Eine Machbarkeitsstudie, die die Potenziale der Emscherregion heraus arbeitet, soll auf den Weg gebracht werden.

Fördergelder würden fließen

Martin Oldengott, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in Castrop-Rauxel, ist laut Hilleringmann maßgeblich an dem Vorhaben beteiligt. "Solch eine Landesgartenschau ist ein großes Investitionsprogramm, das positive Auswirkungen auch auf die lokale Wirtschaft hat. Im Fall von Castrop-Rauxel besonders auf den Norden der Stadt", so Oldengott.

Natürlich geht es dabei auch um dicke Finanzspritzen. Für die eigentliche Schau gibt das Land allein fünf Millionen. Im Kontext gibt es aber auch andere Fördertöpfe.