Protest auf den letzten Drücker
19.12.2010 | 16:14 Uhr 2010-12-19T16:14:00+0100
Castrop-Rauxel.Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Michael Breilmann bezeichnete es als „Politiktheater“, das nicht zu überbieten sei.
Josef Hovenjürgen, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und Mitglied des Landtags, sprach gar von einem „Diktat“. Beide Politiker zielten damit auf die SPD, die sich heute auf ihrem Sonderparteitag möglicherweise gegen die Umgehungsstraße L654n entscheidet.
Ob der bevorstehenden Abstimmung rief der CDU-Stadtverband am Samstag - quasi in letzter Minute – zum Protest auf. Gemeinsam mit etwa 150 Bürger, darunter sowohl Parteimitglieder als auch betroffene Anwohner, forderten sie bei einer Kundgebung an der Gerther Straße ein „Ja zur L 654n“. Gemeinsam appellierten sie an die anwesenden sozialdemokratischen Delegierten ihrem Parteivorstand die Zustimmung zu verweigern. Das schlagende Argument der Straßenbefürworter: Ob der erheblichen Zuwächse des Lkw-Verkehrs bringe die L 654n den Merklinder Bürgern Entlastung. Sie verbessere die Wohnqualität und schade keineswegs der Natur – wie die Umweltverträglichkeitsstudie, deren Inhalt die SPD bewusst unter Verschluss halte, offenbart habe. Michael Breilmann kritisierte scharf, dass die Partei eben jene Fakten einfach ignoriere. Bei der SPD, so Breilmann weiter, sei das aber nicht weiter verwunderlich. „Da will man dem grünen Koalitionspartner am Montag ein schönes Weihnachtsgeschenk machen“, meinte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und verlangte von den Sozialdemokraten, sich an die Fakten der Umweltverträglichkeitsstudie und des Masterplans Mobilität zu halten.
„Das, was die SPD macht, ist nicht nur peinlich, sondern auch ungehörig“, betonte Breilmann und erhielt für diese Äußerung Applaus aus den Reihen der Straßenbefürworter. Der Christdemokrat appellierte schließlich: „Stimmen Sie für Castrop-Rauxel, stimmen Sie für Merklinde, stimmen Sie für die L 654n.“
Die Umgehungsstraße sei immerhin praktizierter Umweltschutz, denn der Mensch stehe im Mittelpunkt, konstatierte auch der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Lothar Hegemann. „Die Anwohner müssen entlastet werden“, so Hegemann eindringlich. „Und wir erwarten, dass bis zum Ende des Entscheidungsprozess offen mit den Bürgern gesprochen wird.“ In diesem konkreten Fall sei dies aber nicht geschehen. Bürgerversammlungen seien lediglich Alibiveranstaltungen gewesen, hieß es am Samstag bei der Kundgebung.
„Es gibt keine offene Diskussionsgrundlage“, monierte Josef Hovenjürgen. „Es ist unfair, so zu tun, als hätte man die Bürger beteiligt“, ergänzte der Christdemokrat. „Hier wurde nicht Politik gelebt, hier wurde ein Diktat betrieben“, warf er der SPD vor.
Weiterhin untermauerte Hovenjürgen, wie wichtig die Umgehungsstraße für Merklinde und für Castrop-Rauxel sei. Sie steigere Wohnqualität und Attraktivität. „Wenn man sieht, welcher Torso da jetzt steht, dann überkommt mich Übelkeit“, sagte Lothar Hegemann. „Ich glaube, hier wird ein Stück Zukunft begraben und hinterher wird anderen die Schuld daran gegeben.“
23:40
@ L654n ist GESCHICHTE
Der Dank gilt auch der FWI, die am konsequentesten von allen diese Straße abgelehnt hat. Auch die CDU Merklinde hat übrigens in ihren besseren Zeiten die Straße mal abgelehnt.
150 Teilnehmer waren übrigens im Leben nicht da. Das entspricht wohl eher den feuchten Träumen der Veranstalter. 50 kommt der Wahrheit wohl deutlich näher.
10:45
SUPER, vielen Dank an SPD un die Grünen. Und nicht zu vergessen die Initiative PRO Wagenbruch.
Gott sei Dank gibt es diese Menschen, die nicht nur an Ihren eigenen Vorteil denken. SONDERN auch an andere Menschen, Natur und Tiere....und die Merklinder Zukunft....und P.S ich gehöre zu den 10% , die von Beginn an dagegen waren !!!!
10:46
Herr Hovenjürgen sagt : „Wenn man sieht, welcher Torso da jetzt steht, dann überkommt mich Übelkeit“. Dagegen gibt es eine ganz preiswerte Medizin. Vielleicht sollte er mal mit den Eigentümern dieser abrißreifen Gebäude, der Familie Koch, sprechen. Die haben verständlicherweise in Anbetracht ihres Alters einfach keine Neigung mehr, aus den Grundstücken was zu machen. Und die CDU will wegen deren Alters eine ganze Umgehungsstraße bauen?
00:09
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22:08
...es ist doch unglaublich!!!! Soll ich ihnen eine Kopie meines personalausweises schicken? Ich habe hier meine meinung kundgetan, und so soll es sein.
18:54
@#2
wenn es doch angeblich so einfach ist, die Zahlen, Daten und Fakten der Umweltverträglichkeitsstudie öffentlich zu machen, dann frage ich mich, warum die CDU nicht genau das getan hat??? Da die Zahlen ja angeblich alle nur ein pro L654n zulassen, wäre das doch die einfachste Argumentation gewesen! Aber ach ja, mit Argumenten hats die CDU ja nicht so! Oder sind die Zahlen vielleicht doch nicht so, wie sie sie gern hätten?
18:44
Lieber Bruno Meisterling oder sollte man besser sagen Bruno CDUling. Sie sind ein CDU-*************. Ihre Argumentation scheint gut und doch gleichzeitig durchsichtig. Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn sich auch Menschen aus anderen Ortsteilen an Demonstration Merklinde beteiligen. Wenn aber, wie ersichtlich war, es nur ein paar Anwohner und viele CDU mitglieder waren, dann muss man das auch ehrlicherweise sagen. Denn dann hat die Demo nichts mehr mit Bürgerwut zu tun, sondern was damit dass die CDU reflexartig einfach gegen SPD wetter ohne Argumente zu liefern. Das ist unredlich und unfair gegenüber den Menschen auf der Gerther Straße.
18:25
Natürlich ist es gut, wenn man von seinem Demonstrationsrecht gebrauch macht. Schlimm ist nur, wenn die Menschen dabei von Parteien ausgenutzt werden. Aber klar ist, die CDU instrumentalisiert die Demo und die Teilnehmer für ihre PR Zwecke. Wer keine eigenen Inhalte hat, der muss auf andere eindreschen. Schade, dass die Argumente dabei auf der Strecke bleiben.
18:10
Ich finde es schäbig wie hier Leute, die einfach nur von ihrem demonstrationsrecht gebrauch machen, durch den dreck gezogen werden. Ich war nicht bei der demonstration dabei, aber es ist doch einfach nur bekloppt die glaubwürdigkeit einer demo daran zu bemessen, wievel wirklich unmittelbar betroffene an ihr teilgenommen haben. Schneiden sie den vielen politisch interessierten bürgern, die vielleicht nicht aus merklinde kommen, doch nicht das recht ab, ihren unmut über die mehr als fragwürdige vorgehensweise von rot-grün in dieser stadt kundtzutun, gerade wenn sie dies auf faire und sachliche art und weise tun. Und warum sollen waz und ruhrnachrichten ins blau hinein bitte 150 Teilnehmer beziffern?!! Das ist doch lächerlich dies anzuzweifeln. Ich drücke der Bewegung pro L 654 N weiter die Daumen und lobe die CDU-Castrop Rauxel. Scheinbar bildet sich mit der CDU langsam eine bürgerliche, bürgernahe und pragmatische Partei in dieser Stadt heraus, die sich mit den Interessen der Bürger befasst. Darüber freu ich mich sehr!!!
17:57
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