„Persönlicher Rachefeldzug“
18.05.2010 | 14:22 Uhr 2010-05-18T14:22:00+0200
Castrop-Rauxel.Voller Unverständnis und eher emotionslos nahm der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Michael Breilmann den Austritt von fünf CDU-Mitgliedern in Dorf Rauxel entgegen.
Während sich CDU-Fraktionschef Hilmar Claus über die geballten Rücktritte von CDU-Vorstandsmitgliedern im Dorf Rauxel überrascht zeigte (WAZ/WR berichtete), gibt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Michael Breilmann seinem Parteifreund Rückendeckung: „Ich stehe inhaltlich hinter den Aussagen unseres Fraktionsvorsitzenden Hilmar Claus.“ Und eher emotionslos weiter: „Den Austritt der fünf Ortsunionsmitglieder nimmt die CDU zur Kenntnis.“
Ex-CDU-Mann und Frischemarkt-Betreiber Thomas Vieting ist am Montag von allen Ämtern und Funktionen zurück getreten, protestiert so gegen das CDU-Ja zur Ansiedlung eines weiteren Supermarktes an der Pallasstraße. Ein Verhalten, das Breilmann nicht akzeptieren will, ja, auf das er mit Unverständnis reagiert. „Die Art und Weise, wie Herr Vieting und die weiteren ehemaligen Vorstandsmitglieder der CDU Rauxel-Dorf gezielt Angriffe gegen den CDU-Fraktionsvorsitzenden und die CDU-Castrop-Rauxel insgesamt verüben, halte ich für den falschen Weg.“ Vielmehr hätten Kommunikation und Diskussion intern stattzufinden.
Über eine Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Dorf Rauxel sei im übrigen in der Fraktion diskutiert und gesprochen worden. Für die Zukunft wünscht sich Breilmann „weitaus mehr Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten innerhalb der Partei untereinander“. Er plädiert dringend für gemeinsames Arbeiten und nennt positive Beispiele: „Wie dies geht, hat die Arbeit der letzten Wochen gezeigt, wie beispielsweise der gemeinsame Einsatz für die Notfallpraxis. Das sollten wir als Ansporn nehmen.“
Schützenhilfe an Claus schickt auch CDU-Ratsmitglied Josef Berkel. Er wirft Vieting vor, in den letzten anderthalb Jahren während der Fraktionssitzungen geschlafen zu haben. „So lange ist über dieses Thema in der CDU gesprochen worden.“ Im übrigen habe Vieting während des Kommunalwahlkampfes die Meinung der CDU für einen Supermarkt mitgetragen. „Nicht ein einziges Mal hat er gegen diesen Supermarkt gesprochen.“ Berkels Vorwurf: „Herrn Claus jetzt für seinen persönlichen Rachefeldzug verantwortlich zu machen, ist anmaßend und unverschämt.“
06:52
Richtig Herr Grabowski,
Politik ist Politik und Privat ist privat, so SOLLTE es sein.
Ab das scheint Herr Vieting nicht strickt getrennt zu haben.
Nach diesen Berichten in der WAZ hat er ja versucht seine privat-wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen.
Mit der Durchsetzung seine privaten Interessen ist er gescheitert und zieht nun politisch die Konsequenzen. Wo ist da die Trennung ??
Des Weiteren haben nicht nur Selbstständige Existenzängste, so daß die Meisten diese Ängste sicherlich verstehen können.
Aber mit Unverständnis auf die Art und Weise zu reagieren, finde ich legitim.
Aber die *********-Partei macht sich ihre Welt, wie sie Ihr gefällt. (Sorry, ich wollte auch mal kurz unsachlich werden.) JEtzt können Sie ja argumentieren, daß Sie auf diesem Niveau nicht diskutieren wollen.
19:54
Nun ja, wer zur Landtagswahl seinen Kanditdanten schon mit eine todesanzeige bewriebt, sollte sich dann nicht wurdern, das innerhabt was nicht stimmt kann.
Wie schon Herr Grabowski sagte ... Ankündigung eines Discounter Existenzängste ... Jeder Selbst und Ständige weiß was das heißt für Sich und sein Unternehmen!
Bei einer anderen Zeitung Castrop-Rauxels heißt es sogar ... „Bei uns brennt der Baum“ hieß es zwischendurch aus gut unterrichteten Kreisen.
Aber mich wundert so eine Reaktion von der CDU gar nicht mehr. Sie gehen halt über Leichen ;)
19:11
Da kann man nur voll zustimmen, Herr Grabowski. Es ist immer einfach zu urteilen, wenn die eigene Existenz nicht tangiert wird. Und seine Meinung über Mitbürger, egal welche Äußerungen sie nun getätigt haben mögen und welcher Partei sie (oder auch nicht mehr) angehören, kann man durchaus respektvoller zu Papier bringen.
Sanieren Sie endlich mal die Hausfront
Also bitte. Was hat denn das nun wieder mit dem Thema zu tun?
Bleibt friedlich Jungs...
19:01
Ich glaube, liebe Kommentartoren, das es jetzt nicht an der Zeit ist einen Selbstständigen abzuschlachten.
Herr Vieting hat nur durch die Ankündigung eines Discounter Existenzängste, das ist nicht verwunderlich! Ich habe Verständnis das etwas an Emotionen aufkocht, aber es gibt keinen Grund,einen sehr ehrlichen Menschen jetzt so bloß zu stellen.
Ich kenne Thomas Vieting, beziehe auch Ware von ihm, er ist durch und durch ehrlich in seiner Haut.
Und wenn er jetzt aus Platzangst etwas überreagiert hat, ist das kein Grund Ihn so anzugehen.
Wenn einer in seinem Laden nicht einkaufen möchte, gibt es genug Möglichkeiten, es woanders zu tun.
Aber es gibt auch Leute, die mit Ihm und seinem Team sehr gut auskommen.
Politik ist Politik, Privat ist Privat!
18:09
Bitte liebe Politiker kümmert und schafft eine vernünftige Einkaufslösung für Deininghausen. Meine Mutter 84 muss immer mit dem Bus nach Castrop fahren um einzukaufen. Herr Beisenherz und der altkluge Noll sollten sich die Sorgen und Nöte der Deininghausener zu Herzen nehmen. Lieber Herr Vieting, Ihr Geschäft ist gräßlich und sanieren Sie endlich mal die Hausfront. Sieht aus wie ein alter Bunker. Wir wollen eine funktinierende Nahversorgung die uns Vieting nicht bieten kann.Gut das er aus der CDU ausgetreten ist.....Konkurenz belebt das Geschäft Herr Vieting mann kann es auch schließen
17:38
Da fällt mir doch was ein: Die SPD/Grünen haben doch mit dem Stadtteil Schwerin alle dort ansässigen Geschäft an die MGG verkauft! Erinnerung: Damit Beisenherz seinen Xten Kreisverkehr erstellen konnte sprang die MGG mit ihrem Geld ein und kam für den notwendigen Eigenanteil der Stadt auf. Gleichzeitig schrie kein Hahn auf .Hier wurden alle Geschäftsleute die dort ansässig sind verraten und verkauft - hier waren keine Vietings & Co am Werke hier war
es die SPD und die Grünen die Schwerin bzw. den Geschäftsleuten den Todesstoss versetzt haben! Hier war von Seiten der CDU das grosse Schweigen, bis heute!
17:38
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:31
Hier ist wieder einmal der Beweis erbracht worden das die die zurückgetreten sind alle nur darauf bedacht waren mit Herrn Vieting eine Suppe zu kochen, sprich den Platzhirsch in seinem Revier die Stange zu halten.
Hier kann ich nur sagen - da gingen die richtigen!
17:31
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:31
Der Rücktritt Herrn Vietings, dessen Ärger ich schon verstehen kann, hinterlässtcon Geschmäckle.(Kommunal) Poolitik soillte (nicht nur) aus Eigeninteresse, bzw. für den eigenen Vorteil betrieben werden.
In diesem Zusammenhang lobe ich ich den Kommentar von Christoph Grabowski an anderer Stelle, der die Probleme selbstständiger kleinerer Unternehmer kennt.
Politisches Engagement solllte nicht auf die Verquickung eigener Interessen fokussiert werden.