Orkan Ole bezwingt Abenteurer

Oer-Erkenschwick..  Diese Männer sind Naturburschen durch und durch. Aber auch sie müssen irgendwann eingestehen: Wenn nichts mehr geht, dann musst Du aufhören. Ulrich Meyer und Simon Michalowicz wollten in drei Monaten Norwegen der Länge nach durchqueren. Zur Hälfte ist die Tour aber bereits beendet.

Orkan „Ole“ wütet, legt sogar Hauptverkehrsstraßen lahm. Welch miese Voraussetzungen für die Bewältigung von „Norge på langs“. Vom südlichsten Punkt Norwegens vom Leuchtturm am Kap Lindenes bis hinauf zum Nordkap, das war das Ziel. Je nach Routenwahl sind dann 2 600 bis 3 000 Kilometer zu bewältigen. Ulrich Meyer, wohnhaft am Birkenweg und als Lehrer an einem Berufsförderungswerk tätig, musste jetzt mit seinem Mitstreiter Simon Michalowicz, einem Online-Redakteur aus Tübingen, erkennen: Hier geht nichts mehr.

„Die Norweger sprechen vom stärksten Sturm seit 100 Jahren“, berichtet Meyer. Seit vergangenem Wochenende ist er wieder zu Hause. Enttäuschung schwingt nur leicht in seiner Stimme mit. Gegen Naturgewalten kann man eben auch nichts machen, wenn man sich ein halbes Jahr intensiv auf eine solche Tour vorbereitet. 800 Kilometer schafften sie, mehr ging nicht.

Ein Abschied für immer? „Niemals“, lacht Ulrich Meyer. Für das nächste Jahr hat er wieder eine Wintertour geplant.