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Nachtflohmarkt

Nicht nur etwas für Sammler

14.08.2011 | 16:25 Uhr
Nicht nur etwas für Sammler
Auch bei Dauernieselregen ließen sich die Besucher vom Stöbern auf dem Nachtflohmarkt nicht abhalten. Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel. Später Samstagnachmittag im Parkbad Süd. Viele Besucher bummeln interessiert über das Gelände mit Trödelständen im und rund um das große Becken. Trotz des mäßigen Wetters ist schon vor Anbruch der Nacht viel los beim dritten Castroper Nachtflohmarkt.

„Wir sind heute das erste Mal mit der Veranstaltung hier im Parkbad Süd. Das Ambiente gefällt uns sehr gut“, sagt Veranstalter Ralf Wibberg vom gleichnamigen Trödelitätengeschäft an der Oberen Münsterstraße, der auch selbst mit einem Stand dabei ist.

Er hat für seinen Stand auf der Bühne eine gemischte Auswahl getroffen. Hüte, Teddys, Schallplatten, alte Castrop-Rauxeler Straßenschilder und viele andere Antiquitäten warten hier auf neue Besitzer. „Auf diesem Nachtflohmarkt werden nur Trödelitäten, Antiquitäten und Kuriositäten angeboten. Wir legen großen Wert darauf, dass keine Neuware verkauft wird“, so Wibberg.

Die Atmosphäre ist lebendig. An vielen Ständen wird um alte Schätzchen gehandelt und gefeilscht, ganz im Sinne von Anbietern und Kaufinteressenten. Gegen kurze Regenschauer sind die Tische mit den teils empfindlichen Waren durch transparente Schutzüberwürfe und kleine Pavillons geschützt. Das Angebot lässt Sammlerherzen höher schlagen, spricht aber auch andere Besucher an, die zum Stöbern gekommen sind.

So zum Beispiel die beiden Frauen Nadine und Heidi, die gemeinsam über den Markt schlendern. „Jetzt im Hellen schauen wir erstmal nach gebundenen Büchern“, erzählt Nadine. Später, mit Einbruch der Dunkelheit, will das Gespann noch die Atmosphäre des Nachtflohmarktes bei einem Happen am Gastronomiestand im Becken genießen.

Nachtflohmarkt
Wiederholung geplant

Über eine Wiederholung des nostalgischen Nachtflohmarkts im Parkbad Süd wird nachgedacht. „Wir können uns gut vorstellen, nächstes Jahr bei schönem Wetter noch mal zusammenzuarbeiten“, sind sich Wibberg und Parkbad-Chef Steven Wels einig. Wer dabei sein will, kann sich im Trödelitäten-Geschäft von Ralf Wibberg an der Oberen Münsterstraße 8 anmelden. Informationen gibt es auch unter 54 90 80 oder auf der Internetseite www.troedelitaeten.de.

Heidi ist beim Bummeln an den Ständen auch schon fündig geworden. Sie hat eine Puppe entdeckt. „Genau so eine Puppe hatte ich selbst als Kind. Da werden dann schon Erinnerungen wach“, freut sie sich.

Mit Einbruch der Dämmerung stellen die Verkäufer allmählich Fackeln, Kerzen und Petroleumlampen an den Ständen auf. Um ein besonders gemütliches und nostalgisches Flair zu vermitteln, verzichten alle auf elektrische Beleuchtung.

Für eine musikalische Begleitung des Abends sorgen live eine Drehorgelspielerin und Gitarrenklänge. Gut bei den Gästen kommen zudem die Lieder, wie „Casanova“, aus der Musikbox „Rock-Ola“ aus den 1970ern an. Abends, kurz nach halb elf, sind viele Stände schon abgebaut.

Der Veranstalter ist zufrieden: „Im Großen und Ganzen ist es gut gelaufen. Der Abend war sehr schön.“ Einziges Manko war, dass der angekündigte russische Akkordeonspieler nicht kam.

Im September oder Oktober wird wieder ein Nachtflohmarkt an anderer Stelle stattfinden. „Wir möchten die Trödelkultur gerne verstärkt nach Castrop zurückbringen“, sagt Organisator Wibberg.

Katharina Kalhoff



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