Neue Mensa macht Appetit
07.11.2008 | 19:13 Uhr 2008-11-07T19:13:08+0100An der Franz-Hillebrand-Hauptschule in Ickern-End begannen die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Speisesaals. 80 Schüler können hier gemeinsam zu Mittag essen
Lecker und pädagogisch wertvoll: So soll das gemeinsame Mittagessen in der Franz-Hillebrand-Hauptschule sein. In einem halben Jahr steht dafür die neue Mensa zur Verfügung. In dieser Woche begannen die Bauarbeiten an der Uferstraße.
Gut eine halbe Million Euro stecken Stadt und Land in den neuen Speiseraum mit 80 Plätze, in die Küche sowie in die Technik. Der Neubau schließt direkt an der Nordseite des Schulgebäudes an.
Bisher nehmen die Klassen 5 bis 7 gemeinsam mit ihren Lehrern das Mittagessen ein. Für sie ist es im Rahmen der "Gebundenen Ganztagsschule" eine Pflichtveranstaltung. "Wir verfolgen damit natürlich auch pädagogische Ziele. Denn wir sehen das Mittagessen, das viele Kinder von zuhause aus gar nicht kennen, als wichtigen Faktor an", sagte gestern Schulleiter Peter Braukmann, als er das Objekt gemeinsam mit den Architekten Klaus Jarzina und Klaus Winkelmann vorstellte.
Vom kommenden Schuljahr an sollen auch die Klassen 8 bis 10 in der Mensa speisen. Allerdings wird es den Schülern nicht zur Pflicht gemacht. "Den ganz strengen Maßstab wollen wir dann nicht mehr anlegen", sagt Peter Braukmann.
Allerdings wäre auch nicht genügend Platz für alle derderzeit 210 Mädchen und Jungen. Peter Braukmann: "Die Mensa ist für 80 Personen ausgelegt, deshalb planen wir einen Zwei-Schicht-Betrieb."
Die Mahlzeiten werden von einem Catering-Unternehmen tiefgekühlt angeliefert und dann mit heißem Dampf erhitzt. 32 Euro pro Monat müssen die Schüler für das Mittagessen bezahlen, allerdings unterstützt auch der Förderverein einige Kinder. Was es täglich auf die Gabel gibt, entscheiden die Hauptschüler mit.
Das wünschen sich die Architekten auch für die Außenfassade. "Wir haben in Bochum einen Bauausschuss mit den Schülern gemacht, damit sie über die Farbe des Gebäudes mitentscheiden können", regt Klaus Jarzina einen Workshop an. "Werden die Jugendlichen beteiligt, lässt der Vandalismus deutlich nach."
Fotostrecke; www.DerWesten.de/castrop-rauxelFoto: Gödde/HG
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