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Napfschildlaus verklebt Fronten

23.05.2007 | 07:16 Uhr

Dritte Runde um klebrige Sekrete unter Ahornbäumen. Bürgerausschuss kam bei Ortstermin zu keiner Lösung

Ahorn mit Laus, andere Bäume oder überhaupt kein Grün: Seit über drei Jahren beschäftigt dieses Thema die Anwohner der Funkestraße auf Schwerin. Der Bürgerausschuss traf sich am Dienstagabend zum wiederholten Mal zum Ortstermin - und fand erneut keine Antwort.

Hauptbeschwerdeführer sind die Siedler der Gemeinschaft Alt Schwerin. Seit drei Jahren beklagen sie die klebrige Verschmutzung von Fassaden und parkenden Fahrzeugen, ausgehend von den Ahornbäumen an der Straße. Der Übeltäter: ein Insekt namens "Wollige Napfschildlaus", welches das besagte Sekret absondert. Es ist der dritte Termin mit dem Bürgerausschuss, die vorausgegangenen Gespräche führten zu keinen dauerhaften Lösungen. Die "Napfschildlaus" überlebte auch einen biochemischen Kampfangriff durch städtische Mitarbeiter. "Alles, was wir wollen: eine Lösung", machte die Siedlergemeinschaft klar.

"Es gibt keinen Baum, von dem keine Belastungen ausgehen", konterte Norbert Weißenberg von der Stadtverwaltung. "Immerhin treten keine Allergien auf. Somit ist es nur ein Schaden an Sachen", wollte er den Unmut der Anlieger dämpfen. Udo Weber (Grüne), Vorsitzender des Umweltausschusses, hob zudem den generellen ökologischen Nutzen der Bäume hervor.

Die Siedler haben davon eine andere Vorstellung. Ein Vorschlag: die Bäume auszutauschen. Weißenberg veranschlagte dafür mindestens 1 000 Euro pro Baum, zu bezahlen von den Schweriner Bürgern. Die Stadt habe dafür kein Geld, ein finanzieller Beitrag wäre auch aus juristischer Sicht "nicht machbar".

Für die Siedler ist der Fall nicht allein ein Anliegen der Funke-, sondern auch der umliegenden Straßen. Technischer Beigeordneter Heiko Dobrindt sah genau darin das Problem: "Wenn wir hier aktiv werden, schaffen wir einen Präzedenzfall für andere Stadtteile."

Die Ausschuss-Vorsitzende Heike Borek-Fercke (SPD), brach das Gespräch wegen der verhärteten Fronten ab.

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