Nach dem Wasserrohrbruch gibt es wieder Strom - Telefon noch tot

Das ist der Übeltäter: Die geborstene Wasserleitung aus dem Jahr 1963.
Das ist der Übeltäter: Die geborstene Wasserleitung aus dem Jahr 1963.
Foto: Sylvia Schemmann
Was wir bereits wissen
Das Telefon funktioniert noch nicht wieder, der Strom schon. Die Straße ist noch gesperrt, und in einem Seniorenheim erinnert man sich daran, wie man improvisieren musste. Das sind einige der Folgen des Riesen-Rohrbruchs in Castrop-Rauxel-Ickern.

Ickern.. Noch immer schütteln viele Bürger den Kopf über den Riesen-Rohrbruch am frühen Mittwochmorgen auf der Lange Straße im Castrop-Rauxeler Stadtteil Ickern. Die Kraft des Wassers hat den Asphalt knacken lassen wie dünne Hühnerflügel und dafür gesorgt, dass die Bewohner des Teilstücks zwischen Sünderlingstraße und Ickerner Knoten bis auf Weiteres noch mit Provisorien leben müssen.

Albert Ottenhoff, der an der Lange Straße 191 zu Hause ist, kann seit dem Wasserrohrbruch nur per Handy telefonieren. Im Haus sei die Stromversorgung allerdings schnell wieder hergestellt worden. "Kochen können wir auch", erklärt Ottenhoff. Im Keller allerdings, der abgesoffen war, gibt's noch keinen Strom. "Improvisieren wir halt, ist ja klar, dass es nicht alles von jetzt auf gleich gehen kann", sagt der Ickerner und zeigt somit Verständnis.

So hat sich ein Seniorenheim ohne Wasser beholfen

Improvisiert hat auch die Mannschaft der Arbeiterwohlfahrt im Seniorenheim am Ickerner Knoten. "Wir waren aber eigentlich nur von 6 bis 9 Uhr betroffen", verdeutlicht Heimleiterin Jasmin Körner. Nach den ersten Morgentoiletten sei kein Wasser mehr vorhanden gewesen, da habe man halt mit Feuchttüchern improvisiert.

"Wir haben hier Glück, weil wir ein bisschen höher liegen und keinen Keller haben", verdeutlicht Körner. Und spart nicht mit einem dicken Lob für Gelsenwasser, schon um kurz vor neun habe wieder Frischwasser über eine Notversorgung zur Verfügung gestanden. Was die Ursache für den Rohrbruch angeht, ist Gelsenwasser noch nicht weiter.

Lange Straße ab Freitag wieder für Verkehr offen?

Seit Mittwochabend seien die Rohre wieder in Betrieb, versichert Sprecherin Bärbel Terlau. Jetzt geht es daran, die unterspülte Straße aufzubrechen. Am Freitag soll eine neue Schottertragschicht kommen, Mittwoch nach Möglichkeit der neue Asphalt aufgebracht und der Gehweg erneuert werden.

Klappt alles, soll das Teilstück der Lange Straße am Freitag, 3. Juli, wieder für den Verkehr freigegeben werden.