Museum „Strom und Leben“ verliert Besucher

Recklinghausen..  Das vergangene Jahr war für das RWE-Museum „Strom und Leben“ ein schwieriges. Der angeschlagene Energiekonzern muss sparen – und tut dies auch bei seinem Museum an der Uferstraße.

Vor allem bei Sonderveranstaltungen setzten die Geldgeber den Rotstift an. Folge: Die Einrichtung verzeichnet einen 20-prozentigen Besucherrückgang. In absoluten Zahlen heißt das: Im Jahr 2013 zählte das Strommuseum 25 000 Besucher, im Vorjahr waren es 20 000.

Die Hälfte dieses Rückgangs sei jedoch auf das schlechte Wetter bei der „Extraschicht“ im Juni zurückzuführen, sagt Museumsleiter Hanswalter Dobbelmann: „In guten Jahren haben wir allein an diesem Tag 5500 Besucher.“ Im Vorjahr seien es bei Regen nur 3000 gewesen.

Das Fazit des Museumsleiters fällt dennoch positiv aus: „Unter den gegebenen Umständen sind wir gut durchs Jahr gekommen. Bei den Schulklassen blieb der Zuspruch konstant, und wir konnten sogar mehr Kindergeburtstage verbuchen.“

Das Wichtigste sei, dass es für das Haus eine langfristige Perspektive gebe. Das sei das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen Museumsleitung und RWE. Zwar seien für 2016 „einige strukturelle Änderungen“ angedacht, aber Entlassungen seien nicht vorgesehen, sagt Hanswalter Dobbelmann.

Künftig wolle sich das Haus auf Ausstellung konzentrieren. Ein Alleinstellungsmerkmal sei, dass die Besucher viele Exponate wie alte Telefone, Radios und Haushaltsgeräte von einst anfassen und ausprobieren dürfen. Auch verweist der Museumsleiter darauf, dass sämtliche Museen in NRW im 2014 mit einem Besucher-Rückgang von 12,5 Prozent zu kämpfen gehabt hätten. Am Lichterfest will das Museum am Umspannwerk auf jeden Fall festhalten.