Mehrere 100.000 Euro Sturmschaden an Kirche

Nach ersten Schätzungen hat das Sturmtief Niklas am Dienstag "mehrere hunderttausend Euro" Schaden am Dach der St.-Lambertus-Kirche in Castrop-Rauxel angerichtet. Eine Versicherung wurde dafür nicht abgeschlossen. Ob die Gemeinde die Reperaturkosten tragen muss, ist noch unklar.

Castrop-rauxel.. Mehrere hunderttausend Euro - diese Zahl nannte Pastor Winfried Grohsmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Gleichzeitig räumte er ein, dass dafür keine Versicherung abgeschlossen worden sei. Bei Gebäuden in dieser Größenordnung sei dies nicht üblich, erklärte er.

Grohsmann bestätigte, dass sowohl das Kupferdach als auch die Schalung von 1945 seien. Zwar sei die Lambertuskirche selbst nicht durch Fliegerangriffe getroffen worden, doch hätte der Druck von Luftminen in unmittelbarer Umgebung Dach und Dachstuhl zerstört.

Wer die Kosten trägt ist noch offen

Zu welchen Teilen der Schaden vom Erzbistum beziehungsweise von der Gemeinde getragen werden muss, könne er noch nicht sagen. Wie Küster Reinhard Schürhoff ergänzend erklärte, werde vermutlich schon bald ein Gutachter aus Paderborn anreisen und einen Voranschlag erstellen, dann könne man weitersehen.

Drei Dachdecker der Firma Theo Milte setzten unterdessen am Mittwoch mit einem eigenen Hubsteiger die am Vortag begonnenen provisorischen Reparaturarbeiten an dem Dach des rechten Hauptschiffes fort. Sie fixierten das Kupferdach mithilfe mehrerer Holzbohlen und dichteten das Loch der herausgerissenen Dachgaube ab.

Auch aus diesen Kreisen hieß es, dass eine Erneuerung des Kupferdaches ohne gleichzeitigen Ersatz der Schalung wenig ratsam sei.

Stadt schloss Sturmschadensversicherung zu Jahresbeginn ab

Beziffert werden könne der Schaden am Dach der Europahalle unterdessen noch nicht. Auch hier müsse erst ein Gutachter kommen. Dieser mache in den nächsten Tagen einen Termin mit der Forum GmbH aus. Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann sagte auf Anfrage, dass die Stadt rechtzeitig zu Jahresbeginn eine Sturmschadensversicherung für alle städtischen Gebäude abgeschlossen habe.

Ähnlich wie bei Ela knickten am Dienstag auch wieder ein paar veritable Bäume um. Eine Tanne auf dem Kommunalfriedhof Ickern gehörte dazu.