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Klezmer

Mal langsam und melancholisch, mal schnell und fetzig

21.05.2012 | 16:19 Uhr
Mal langsam und melancholisch, mal schnell und fetzig
Die Gruppe Romberg Klezmer trat in der Agora auf. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel. Dass das Kulturzentrum Agora in Ickern kulturell einiges zu bieten hat, ist nichts Neues. Am Freitagabend kam mit einem jüdischen Klezmer-Abend eine weitere besondere Attraktion auf die Liste.

Den ganzen Abend lang präsentierte die Dortmunder Band Romberg Klezmer jiddische Lieder mit osteuropäischem Hintergrund, sowie Lieder, die durch jüdische Auswanderer nach Amerika mit Swing-Elementen versetzt sind für die rund 50 Zuhörer im Publikum.

„Das Wort Klezmer kommt aus dem Jüdischen und heißt so viel wie Musik oder Gefäß der Musik“, erklärt Peter Sturm, Sänger der Band. Der Dortmunder selbst ist Christ. „Eigentlich gehört nur unser Violinist David Oriewski dem jüdischen Glauben an. Aber es geht uns auch nicht um den religiösen Aspekt der Musik, was wir spielen ist eigentlich sehr verweltlicht. Die Lieder handeln von Liebe, Philosophie und die Vermählung der Mesinke, des Nesthäkchens der Familie.“ Mit teils langsamen und melancholischen, teils schnelleren und fetzigen Melodien liefert die Band ein abwechslungsreiches Programm. Kultur- und Stilecht ist natürlich auch der Gesang auf Jiddisch. „Die Sprache ist mit ein bisschen Fantasie gar nicht so schwierig zu verstehen. Trotzdem werde ich zwischendurch immer wieder Teile der Lieder übersetzen und die Geschichten der Hauptpersonen erzählen“, sagt Peter Sturm.

Und das neue Format kommt gut beim Publikum an. „Dieser Abend unterstützt das bunte Programm, was wir in der Agora anbieten. Und dass so viele gekommen sind zeigt ja, dass die Veranstaltung gut angenommen wird“, freut sich Thorsten Schnelle, Leiter des Kulturzentrums Agora und der Integrationsagentur.

Nina Lunemann



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