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Ladenschluss

02.01.2008 | 00:16 Uhr

Das Sozialwarenhaus am Westring ist geschlossen. Allerdings gibt es Hoffnung, dass die Einrichtung die Pleite der kirchlichen Trägergesellschaft GABS in Gelsenkirchen überlebt

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", heißt es in der Zentrale in Gelsenkirchen. Doch für das Sozialwarenhaus der kirchlichen Gesellschaft GABS am Westring hilft wohl nur noch Beten.

Seit zwei Wochen ist das Second-Hand-Kaufhaus unmittelbar an der A 42 in Bladenhorst dicht: Folge der Insolvenz, in die die Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft im Herbst nach heftigen finanziellen Turbulenzen gerutscht war. "Unser Betrieb bleibt ab dem 21.12.2007 geschlossen", prangt auf einem Schild an der Eingangstür. In der Halle stehen noch etliche gebrauchte Waren. Ungespülte Kaffeetassen in der Küche künden von einem überstürzten Aufbruch.

"Noch ist nichts leergeräumt. Denn vielleicht geht's ja weiter", hat eine GABS-Mitarbeiterin in Gelsenkirchen den Glauben an eine Fortführung noch nicht aufgegeben. Wie berichtet, prüft ein Insolvenzverwalter derzeit, ob und welche Maßnahmen und Projekte des Bildungsträgers in der Emscher-Lippe-Region fortgeführt werden können.

Ob das Sozialwarenhaus unter neuer Trägerschaft eine Zukunft hat? Selbst Superintendent Reiner Rimkus ist ratlos: "Der Insolvenzverwalter wollte uns vor Weihnachten über das weitere Vorgehen informieren. Doch wir haben leider nichts von ihm gehört."

Nicht nur die Evangelische Kirche, sondern auch die Hartz-IV-Behörde Vestische Arbeit hofft inständig, dass es am Westring weitergeht. "Das Second-Hand-Kaufhaus ist seit der Gründung in den 90er Jahren eine höchst sinnvolle Einrichtung, die etlichen erwerbslosen Mitbürgern eine berufliche Perspektive gegeben hat. Es wäre jammerschade, wenn es im Zuge der GABS-Insolvenz aufgegeben werden müsste", sagt der Leiter der Vestischen Arbeit in Castrop-Rauxel, Wolfgang Limberg. Seit zehn Jahren in Castrop-Rauxel aktiv, bot die GABS in ihrem Sozialwarenhaus bisher zehn 1-Euro-Jobern und 14 ABM-Kräften eine Anstellung auf Zeit. In diesem Jahr sollte das Kaufhaus in ein Ladenlokal an der Langen Straße umziehen.

Von Jürgen Stahl

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