Kurzurlauber waren von Castrop-Rauxel begeistert

Ein Wochenendtrip nach London, München oder Berlin? Das ist dem gebürtigen Castrop-Rauxeler Achim Leder zu einfach - weil es jeder kann. Deshalb sagt der Wahlhamburger: "Wir fahren woanders hin!". Jetzt waren erstmals zehn Touristen an einem Wochenende in seiner Heimatstadt zu Gast - und positiv überrascht.

Castrop-rauxel.. Mit auf Reisen waren auch seine Geschäftspartner David Rommerskirchen, Svenja Böhmer und Charlotte Ennssen. Und die Gäste? Die waren begeistert! Unter anderem aus Hamburg und Braunschweig waren sie gekommen, um sich davon zu überzeugen, dass Castrop-Rauxel mehr zu bieten hat, als einen eigenartigen Namen.

Silvia Schäfer und Katrin Möbius aus Hamburg waren überrascht davon, dass die Europa-Stadt in so viel Grün eingebettet ist. Aber auch der Schlag Mensch, der in Castrop-Rauxel zuhause ist, überzeugte die beiden Hamburgerinnen: "Die Leute hier sind echt locker drauf", sagte Silvia Schäfer. Und Katrin Möbius ergänzte: "Im Treppchen sind wir direkt mit Einheimischen ins Gespräch gekommen."

Sehr sympathisch fanden Schäfer und Möbius zudem, dass sich auch Bürgermeister Johannes Beisenherz Zeit für die Reisegruppe genommen hatte. Nach dem Kneipenbummel folgte am Freitag ein Spaziergang durch den illuminierten Erin-Park. "Sehr eindrucksvoll", lautete das Fazit der Reisegruppe.

Vierstündige Bustour durch die Umgebung

Die Entwicklung unserer Bergbaustadt, verbunden mit einzigartigen Naturschutzgebieten, wie der ehemaligen Rennbahn, ließen die Besucher staunen. Interessante Geschichten aus unserer Region hörten sie von Hubert Staudinger (CDU Frohlinde). Weitere Eindrücke bot eine vierstündige Bustour: Nach Hammerkopfturm, Schiffshebewerk, Schloss Bladenhorst, Zeche Zollverein und dem BVB-Stadion endete die Fahrt unter der Leitung von "Reiseleiter" Charly Plücker am Samstag bei Pils und Currywurst im Bochumer Bermudadreieck.

Die Reiseplaner hoffen, dass die nächsten Projekte ähnlich gut laufen, wie der Kurztrip nach Castrop-Rauxel. "Die Zusammenarbeit mit den Behörden war ganz unkompliziert", erzählte Leder. So wäre es zum Beispiel gar nicht schwer gewesen, die Genehmigung für die Besichtigungen zu bekommen. Auch, dass Beisenherz auf ein Bierchen mit von der Partie war, lobte der Reiseprofi.

Weitere Städtereisen in Orte, die man normalerweise nicht besucht, seien schon geplant. So stehen zum Beispiel Buxtehude, Tuntenhausen oder Bitterfeld auf der Agenda für ein Reiseprogramm, das den Charakter der jeweiligen Region widerspiegelt.