KSR haben Notfallset für Fledermäuse angeschafft

Recklinghausen..  Die Mitarbeiter der Kommunalen Servicebetriebe (KSR) sind mit einem Notfallset für Fledermäuse ausgerüstet. Diese Nachricht beflügelt zunächst einmal die Fantasie.

Das Set besteht aus einem Pappkarton und einem handelsüblichen Fledermauskasten. Der Grund Anschaffung ist ernst. Es geht um Artenschutz. Wenn Bäume gefällt werden, können die filigranen, unter Naturschutz stehenden Insektenfresser Schaden nehmen. Manche Arten haben sich darauf spezialisiert, in Baumspalten oder Astlöchern zu überwintern.

„Bevor wir einen Baum fällen, überprüfen wir, ob Fledermäuse darin schlafen“, sagt KSR-Bereichsleiter Stefan Klinger. Noch sei keine Fledermaus beim städtischen Baumschnitt zu Schaden gekommen. Noch immer sollen in den kommenden Monaten etliche durch den Pfingststurm beschädigte Bäume gestutzt oder gar ganz gefällt werden. Damit geht den Fledermäusen weiterer Lebensraum verloren.

Wenn KSR-Mitarbeiter beim Baumschnitt ein flugfähiges Exemplar entdecken, hängen sie den Fledermauskasten an den nächsten Baum. Alfons Pennekamp von der „Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz“: „Das ist eine vorbildliche Aktion.“ Recklinghausen nehme als erste Kommune im Kreis die Bestimmungen des Naturschutzgesetzes für Fledermäuse ernst. Das Gesetz verbietet das Töten oder Verletzen von Fledermäusen sowie das Zerstören ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten.